Montag, 19. November 2001

Mannschaft soll verstärkt werden

Rudi Quehenberger ist seit Sonntag wieder der starke Mann beim max-Bundesligisten SV Salzburg. Nach der Übernahme der Salzburg Sport AG (SSAG) durch Quehenberger (60 Prozent) und Heinz Kluppenegger (30 Prozent) von Egon Putzi (behält zehn Prozent) wurde auch in der Führungsetage der AG einiges geändert.

Toni Pichler (bisher Finanzen) steigt zum Alleinvorstand auf, Manager Werner Schwarz macht maximal als freier Mitarbeiter weiter und Sportdirektor Günther Kronsteiner hört auf. Ob ihm Otto Baric auf diesem Posten folgen wird, wollte Quehenberger am Dienstag bei einer Pressekonferenz nicht bestätigen.

Quehenberger will Baric
Baric hatte Montagabend Medien-Meldungen, wonach er am Mittwoch beim Gespräch mit ÖFB-Präsident Beppo Mauhart seinen Teamchef-Vertrag nicht mehr verlängern werde, heftigst dementiert. Quehenberger dazu: "Nur wenn sein Vertrag beim ÖFB wirklich endet, werden wir Gespräche führen." Baric wäre laut Quehenberger für die Koordination der Nachwuchsarbeit, für Sponsoren-Lukrierung aber auch für den Profibereich zuständig, wie es Quehenberger etwas undurchsichtig formulierte. Dass Baric den vakanten Posten des Sportdirektors einnehmen werde, sagte Quehenberger nicht dezidiert. Dafür aber, dass "Trainer Lars Söndergaard und sein Co Heimo Pfeifenberger vollstes Vertrauen genießen!"

Salzburger Lösung
Quehenberger zeigte sich nach der Übernahme der AG vom Kärntner Putzi äußerst glücklich darüber, "dass wir eine Salzburger Lösung gefunden haben." Hauptgrund sei das neue Stadion in Wals-Siezenheim, das im Frühjahr 2003 fertig gestellt sein soll und dank dem man nun auch Geld verdienen könne. Mit Fußball allein, so Quehenberger, sei das schwer möglich. Als äußerst erfreulich bezeichnete Quehenberger die Tatsache, dass nach Prüfung sämtlicher Bücher klar sei, dass Putzi den Verein wirtschaftlich auf eine hervorragende Basis gestellt habe.

Sportlicher Aderlass
Freilich ist mit dem Weggang von Putzi nun auch ein sportlicher Aderlass bei Salzburg zu verzeichnen. Der Honduraner Juan Manuel Carcamo geht ebenso zum Putzi-Klub Bad Bleiberg wie voraussichtlich auch Robert Früstük. Quehenberger versprach aber gleichwertigen Ersatz. Der aus Ungarn stammende Belgier Gabor Bukram, ein defensiver Mittelfeldspieler, wird geholt, und er werde alles versuchen, auch Richard Kitzbichler zu halten, versprach der Klub-Boss. Der auch von einer neuen "Salzburg-Connection" in der Mannschaft träumt und sich daher bemühen möchte, Robert Ibertsberger (Tirol bzw. Venezia) und Martin Amerhauser (GAK) an die Salzach zurück zu holen.

Ab 2003 um Titel mitspielen
Ziel ist und bleibt, ab 2003 wieder um den Titel in Österreich mit zu spielen. Und das im neuen Stadion, dass mit einem Schlagerspiel gegen Schalke 04 eröffnet werden soll. "Wir werden ein Spektakel inszenieren, das Stadion wird brechend voll sein", versprach Quehenberger.

19.11.2001 15:58