Der Superstar führte das Team in ungeahnte Höhen

Auch wenn es mit dem Schnee noch nicht so richtig klappt - der Österreichische Ski-Verband (ÖSV) ist ein Mal mehr das Hoffnungskind des österreichischen Sports. Allen Unkenrufen über die (weltumspannende) Wertigkeit des Skisports zum Trotz: Hermann Maier und Co. waren seit 1990 im Nationencup die unumschränkte Nummer eins der Welt.
Von 1993/1994 bis zur Saison 1999/2000 schafften es die Österreich, in jedem Jahr noch zuzulegen, nur im Vorjahr gab es einen Rückgang. Allerdings fehlt dem Team heuer mit Hermann Maier das Zugpferd Nummer eins. Der "Herminator" arbeitet zwar verbissen an seiner Genesung, doch wird er heuer wohl nur wenig Punkte einfahren können. Aber es gibt keinen Zweifel daran, dass das Ski-Team die Nummer eins bleibt.
107 Podestplätze
Den Plafond erreichte die Mannschaft von Alpin-Direktor Hans Pum in der Saison 1999/2000 mit nicht weniger als 107 Podestplätzen bei Herren und Damen. Nur ein Jahr davor war man mit einem prozentuellen Anteil von nicht weniger als 46,01 Prozent an Platzierungen auf dem "Treppchen" besser gewesen. Das waren allerdings die Jahre von Hermann Maier.
54 Prozent aller Herrensiege
Ohne den Superstar hätte es nicht ganz so gut ausgesehen. Bestes Beispiel: Im Vorjahr sorgte er mit 13 Siegen für 54 Prozent aller Herrensiege, in der Saison 1999/00 für nicht weniger als 30 Prozent (!) aller Podestplätze der Männer. Mit ihm erreichten Damen und Herren jede Saison teilweise weit mehr als ein Drittel aller Stockerlplätze, in der Ära "Prä Maier" waren es rund ein Viertel. Dazu kommen bei den Herren noch die Ausfälle von Werner Franz und Hannes Trinkl, der aber in dieser Saison noch fit werden wird.
Nach Sölden wieder die Nummer eins
Der Auftakt in Sölden verlief aber auch so gut. Ein Sieg durch Michaela Dorfmeister, ein zweiter Platz durch Stephan Eberharter bei den Herren stehen nach Sölden bereits auf der Habenseite. Und nach dem ersten Rennen ist Rot-Weiß-Rot sowohl in der Wertung der Herren- als auch in der Damenmannschaft und damit im Nationencup die klare Nummer eins.
| ÖSV-Podest-Ränge seit 1991/92 |
| Saison | Herren | Damen | Gesamt |
| 1./2./3. – Ges. | 1./2./3. – Ges. | 1./2./3. – Ges. | |
| 2000/01 | 24/20/14 - 58 | 6/ 7/ 9 - 22 | 30/27/23 - 80 |
| 1999/00 | 26/19/25 - 70 | 14/ 8/15 - 37 | 40/27/40 - 107 |
| 1998/99 | 19/18/21 - 58 | 20/11/ 9 - 40 | 39/29/30 - 98 |
| 1997/98 | 25/15/19 - 59 | 2/ 6/ 6 - 14 | 27/21/25 - 73 |
| 1996/97 | 16/18/11 - 45 | 1/ 8/ 5 - 14 | 17/26/16 - 59 |
| 1995/96 | 9/10/10 - 45 | 8/ 4/10 - 22 | 17/14/20 - 51 |
| 1994/95 | 7/11/14 - 32 | 5/ 3/ 1 - 9 | 12/14/15 - 41 |
| 1993/94 | 10/ 9/ 9 - 28 | 7/ 7/ 3 - 17 | 17/16/12 - 45 |
| 1992/93 | 6/10/16 – 32 | 7/ 6/10 - 23 | 13/16/26 - 55 |
| 1991/92 | 1/ 7/ 7 - 15 | 7/10/ 5 - 22 | 8/17/12 - 37 |
| Herren-Team |
| Podestplätze mit Maier | Podestplätze ohne Maier | |
| 2000/01 | 24/20/14 - 58 | 2000/01 11/19/13 - 43 |
| 1999/00 | 26/19/25 - 70 | 1999/00 16/13/20 - 49 |
| 1998/99 | 19/18/21 - 58 | 1998/99 12/17/19 - 48 |
| 1997/98 | 25/15/19 - 59 | 1997/98 15/13/13 - 41 |
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