Bayer nun vier Punkte vor den Bayern

Der überragende Thomas Häßler hat den TSV 1860 München zum dritten Auswärtssieg in dieser Saison geführt. Die "Löwen" gewannen am Sonntag in Freiburg 3:1 und rückten damit auf den neunten Tabellenplatz vor. Im Schlager der Runde besiegte Borussia Dortmund daheim den 1. FC Kaiserlautern 3:0 (0:0) und verdrängte damit die Pfälzer vom dritten Tabellenplatz.
Vor 25.000 Zuschauern im Dreisam-Stadion erzielte Häßler nach Solo per Heber sein viertes Saisontor und war an den beiden anderen Treffern durch Borimirow (23.) und Schroth (77.) maßgeblich beteiligt. Für die Gastgeber traf Zeyer (28.) zum 1:1.
"Heute hat meine Mannschaft eine Top-Leistung gezeigt, sie war läuferisch und im Zweikampf stärker und im Verwerten der Torchancen super. Gratulation an Häßler, der für mich das Tor des Monats erzielt hat", freute sich "Löwen"-Trainer Peter Pacult. Von den Österreichern spielte Kapitän Cerny durch, Pürk war bis zur 79. Minute im Einsatz und Weissenberger, der im Finish ein Mal auf der eigenen Linie klärte, kam ab der 60. Minute zum Zug.
Dortmund hinter den Bayern
Borussia Dortmund weist nur noch einen Zähler Rückstand auf Leverkusen-Verfolger und Titelverteidiger Bayern München auf. Das 3:0 vor 67.000 Zuschauern fixierten die BVB-Brasilianer Ewerthon (77.) und Amoroso (87./Foulelfer, 90.).
Leverkusen auf Meisterkurs
Gestärkt durch die erneute Galavorstellung und den neuen Bundesliga-Rekord (11 Siege, 3 Unentschieden) wächst bei den Bayer-Akteuren allmählich der Glaube, den Nimbus des "Ewigen Zweiten" endlich los zu werden. Ze Roberto sprach einmal aus, was sich noch nicht alle trauen: "Wenn wir so weiter spielen, werden wir Meister." Weit weniger positiv sieht die Situation beim HSV nach dem vierten sieglosen Spiel in Folge aus. Zwar erspielte sich die Mannschaft vor allem vor der Pause etliche Chancen, die schwache Abwehrleistung war jedoch nicht zu übersehen. "Wir werden in der Winterpause was machen müssen, um die Mannschaft zu verstärken. Dann können wir so spielen, wie ich es mir vostelle", sagte Trainer Kurt Jara, dessen Elf nur zwei Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt ist.
Keine Panik bei den Bayern
Beim erfolgsverwöhnten Titelverteidiger aus München bricht trotz der bärenstarken Konkurrenz von Ballack und Co. und des eigenen Versagens im 163. Derby gegen den vom einstigen Bayern-Denkmal Klaus Augenthaler trainierten 1. FC Nürnberg aber noch keine Panik aus. Oliver Kahn sieht das kleine Zwischentief von drei Spielen ohne Sieg gelassen und das große Ziel nicht gefährdet. "Eine Saison ist lang. Am 34. Spieltag sind wir Meister." Als mißglückt muss das Comeback von Stefan Effenberg (drei sieglose Spiele) bezeichnet werden. Nach 157 Spielminuten wurde es außerdem durch eine Oberschenkelzerrung zunächst beendet. "Stefan hat den Rhythmus noch nicht gefunden", kommentierte Trainer Ottmar Hitzfeld.
Bremen weiter ohne Herzog
Über Mangel an Selbstbewusstsein kann sich der SV Werder Bremen derzeit nicht beklagen. Die Elf von Thomas Schaaf brachte dem FC Schalke 04 die erste Bundesliga-Heimniederlage in der neuen Arena bei und überzeugte (weiterhin ohne Andreas Herzog) beim klaren 4:1 in allen Belangen. Die Hanseaten kletterten nach dem siebenten Sieg in den jüngsten acht Runden auf Rang fünf und fühlen sich nach Siegen über Bayern und Schalke gerüstet für den dritten Coup am Samstag im Weser-Stadion gegen Leverkusen.
Ergebnisse der 14. Runde
Bayern München - 1. FC Nürnberg 0:0
VfL Wolfsburg - Borussia M'Gladbach 3:1 (2:0)
Energie Cottbus - VfB Stuttgart 0:0
FC St. Pauli - 1. FC Köln 1:2 (0:2)
Bayer Leverkusen - Hamburger SV 4:1 (2:1)
FC Schalke 04 - Werder Bremen 1:4 (0:2)
Hansa Rostock - Hertha BSC 1:1 (0:0)
SC Freiburg - TSV 1860 München 1:3 (1:2)
Borussia Dortmund - 1. FC Kaiserslautern 3:0 (0:0)
