Volvo Ocean Race: Kilpatrick in Lebensgefahr

Notruf aus dem Südpolarmeer: Der Skipper der italienisch-finnischen Yacht "Amer Sports One" hat die Rennleitung des "Volvo Ocean Race" der Hochseesegler um Hilfe gebeten. Wie die Organisatoren am Donnerstag mitteilten, leidet das Crew-Mitglied Keith Kilpatrick an einer schweren Darmerkrankung, er schwebt in Lebensgefahr! Jetzt hat die australische Luftwaffe eine dramatische Rettungsaktion gestartet.
Der 40-jährige Kilpatrick habe extrem viel Flüssigkeit verloren, sein Körper sei mittlerweile lebensgefährlich dehydriert, erklärte die Australische Seefahrtbehörde (AMSA) am Donnerstag in Canberra.
Die Diagnose hat der Steuermann des Bootes, Roger Nilson, erstellt. Der fünfmalige Rekord-Teilnehmer ist ausgebildeter Arzt und kümmert sich vorerst um Kilpatrick. Die in der Bordapotheke verfügbaren Antibiotika reichen für die notwendige mehrtägige Behandlung aber nicht aus.
Luftwaffe muss helfen
Die australische Luftwaffe entsandte eine Maschine mit Medikamenten zu der rund 2800 Kilometer westlich vor der australischen Küste liegenden "Amer Sports One", die am Wettsegeln rund um die Welt teilnimmt. Sobald das Schiff in Reichweite sei, werde Kilpatrick mit einem Hubschrauber geborgen. Der erfahrene Sportler war 1992 Teilnehmer bei den Olympischen Spielen in Barcelona und segelte bereits bei mehreren Weltmeisterschaften mit.
Schwedische Yacht führt
Nach mehr als der Hälfte der insgesamt 6.550 Seemeilen langen zweiten Etappe von Kapstadt nach Sydney hat die schwedische Yacht "SEB" ihre Vorsprung auf die zweitplatzierte deutsche "Illbruck" mit US-Skipper John Kostecki um zehn Seemeilen ausgebaut. Auf Rang drei scheint derzeit mit "Assa Abloy" ein weiteres Boot aus Schweden auf. Die schnellsten Yachten werden in den ersten Dezember-Tagen in Sydney erwartet.
