Mittwoch, 21. November 2001

Generalprobe für spektakuläre Neuerung

Die Ramsau ist auch mehr als zweieinhalb Jahre nach den Weltmeisterschaften ein wichtiges Zentrum des Nordischen Sports. Sportdirektor Alois Stadlober berichtete in einer Pressekonferenz über die Aktivitäten der nächsten Zukunft. Ein Ski-Duathlon am 15. Dezember bildet den Auftakt, danach stehen am 22.12. sowie am 13. Jänner 2002 Weltcup-Bewerbe im Langlauf sowie in der Kombination auf dem Programm.

Der Bewerb am 15. Dezember (09:30 Uhr) dient der FIS als Test für eine geplante, spektakuläre Neuerung im Programm: Ein Langlauf-Rennen über 15 km mit Massenstart im klassischen Stil, bei der Halbzeit werden Ski und Stöcke gewechselt (Schuhe nur, wer möchte) und es wird im Skating-Stil weiter gelaufen.

Neu: Spektakulärer Massenstart im Langlauf
Der Langlauf-Weltcup zwei Tage vor Weihnachten der Männer (08:30/30 km Skating) und Frauen (10:30/15 km Skating) wird zu einer Olympia-Generalprobe, denn erst zum vierten Mal überhaupt im Weltcup und zum einzigen Mal vor Salt Lake City werden beide Bewerbe mit Massenstart ausgetragen. An der fünf Kilometer langen WM-Strecke von 1999 waren deshalb einige Verbreiterungsmaßnahmen nötig. Der Start erfolgt übrigens in Pyramidenform - der zu diesem Zeitpunkt Weltranglisten-Erste steht allein, einen Meter vor den auf einer Linie stehenden Nummern zwei und drei an der Spitze. Dahinter verdoppelt sich die Kette auf die Nummern vier bis sieben usw.

Einen Massenstart wird es auch am 13. Jänner beim Weltcup-Kombinationsbewerb geben. Um 14:00 Uhr gehen die Läufer ins 10-km-Rennen, um 17:00 Uhr wird bei Flutlicht zwei Mal gesprungen. Der Sieger des Langlaufs erhält 120 Punkte, die Zeitabstände dahinter werden umgerechnet und abgezogen. Die Punkterichter bewerten nur den Aufsprung, der Flug selbst bleibt unberücksichtigt.

Ramsau als Trainingszentrum Europas
Schon vor diesen drei Großveranstaltungen herrscht in Ramsau Hochbetrieb. Eine 2-km-Loipe ist dank Kunstschnee schon in Betrieb und von 06:00 Uhr früh bis 22:00 Uhr abends dank Flutlicht voll ausgelastet. Auch auf der Schanze üben derzeit täglich 80 bis 100 Springer. "Wir entwickeln uns immer mehr zu dem Trainingszentrum in Europa", verkündete Stadlober stolz.

21.11.2001 16:25