Medienmogul Kirch soll Preisnachlass gewähren

Riesenaufregung nach dem 0:5-Debakel der ÖFB-Mannschaft im alles entscheidenden WM-Qualifikationsspiel gegen die Türkei. Nachdem unsere Kicker von der türkischen Mannschaft im Ali-Sami-Yen-Stadion gedemütigt wurden, war fix: Die Fußball-WM 2002 in Japan und Südkorea findet ohne österreichische Nationalmannschaft statt. Eigentlich stand praktisch schon fest, dass für die heimischen Fußballfans nun Mattscheibe herrschen würde. Doch der ORF plant die Sensation: Mit einem Geheimplan soll die Fußball-WM 2002 nun doch im ORF zu sehen sein!
Wie von TV-MEDIA bereits vor Wochen exklusiv gemeldet, bahnte sich nach der folgenschweren Niederlage des ÖFB-Teams bereits das nächste Debakel an: Die Spiele der Fußball-WM werden erstmals seit 1962 nicht im ORF zu sehen sein! Hintergrund der für alle Fußballfans dramatischen Situation: Die deutsche Kirch-Gruppe hat sich die weltweiten TV-Rechte für die beiden Fußball-WMs 2002 und 2006 für die Rekordsumme von 24 Milliarden Schilling gesichert. Eine Summe, die Kirch nun von den TV-Stationen einkassieren will.
Weis soll die WM für den ORF retten
Bitter für den ORF: In ersten Gesprächen wollte Kirch vom Küniglberg-TV zwischen 120 und 150 Millionen Schilling. Ein Betrag, der für den ORF, der derzeit einen massiven Sparkurs fahren muss, unerschwinglich ist.
Doch der ORF gibt sich nicht kampflos geschlagen, hat einen Geheimplan ausgearbeitet, um den heimischen Fans doch noch den Fußball-Event des Jahres live ins Haus liefern zu können. Dabei setzt der ORF alles auf eine Karte – auf ORF-Generalintendant Gerhard Weis. Dieser soll seine exzellenten Kontakte zu Leo Kirch spielen lassen und in persönlichen Gesprächen die Fußball-WM für den ORF retten.
Lässt sich Kirch erweichen?
Die Verhandlungsposition ist klar: Der ORF kann sich in seiner derzeit schwierigen finanziellen Situation die geforderte Summe von 120 bis 150 Millionen keinesfalls leisten. Weis soll Kirch davon überzeugen, dem ORF die Fußball-WM-Rechte zu einem wahren Schnäppchenpreis zu überlassen. Immerhin kann Kirch nach anfänglichen Schwierigkeiten hochzufrieden sein: Vor allem durch den Verkauf der WM-Rechte an südamerikanische TV-Stationen um rund 6,5 Milliarden Schilling ist die WM 2002 für Kirch bereits jetzt ein Bombengeschäft. So soll die WM im ORF laufen. Kommt Leo Kirch Gerhard Weis tatsächlich finanziell extrem entgegen, will der ORF die Live-Spiele in einer "Sparvariante" ausstrahlen.
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