Krankenwagen nicht durchgelassen

Bei neuen Straßenschlachten zwischen radikalen Protestanten und Katholiken sind in Nordirland mindestens zwei Menschen schwer verletzt worden. Nach Polizeiangaben lieferten sich in der Provinzhauptstadt Belfast in der Nacht zum Sonntag rund 100 Angehörige der verfeindeten Lager gewalttätige Auseinandersetzungen.
Ein Mann erlitt eine Schussverletzung in der Brust, ein zweiter wurde von einem Molotowcocktail im Gesicht getroffen.
Hilfe für die Opfer traf erst verspätet ein, weil militante Katholiken nach Polizeiangaben einen Krankenwagen nicht durchließen und den Fahrer zu einem Umweg zwangen. Die Polizeibeamten seien mit mindestens 13 Brandsätzen beworfen worden, erklärte ein Sprecher. Bei den Auseinandersetzungen flogen Flaschen und Steine, zahlreiche Streifenwagen und Fensterscheiben wurden beschädigt.
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