"Strategisch wichtige" Stadt im Norden des Landes

Russland hat zehn Jahre nach dem Ende der Sowjetunion wieder eine "strategisch wichtige" Stadt für Ausländer gesperrt. Die nördlich des Polarkreises gelegene Industriestadt Norilsk dürfe ab sofort nur noch von Russen und Weißrussen betreten werden, teilte der Gouverneur des Gebietes Krasnojarsk, Alexander Lebed, am Sonntag mit.
Ausländer aus ehemaligen Sowjetrepubliken hätten die Stadt "überfremdet", sagten Lokalpolitiker im Fernsehen.
Norilsk zählt dank des weltweit größten Nickelproduzenten Norilsk Nickel zu den reichsten Städten Russlands. Das durchschnittliche Monatseinkommen liegt in der 200.000-Einwohner-Stadt bei 20.000 Rubel (760 Euro/10.460 S). Das ist zehn Mal mehr als in anderen Landesteilen. Der Reichtum zieht kriminelle Ausländer an. "In der Stadt blüht der Drogenhandel. Zudem haben wir die höchste Aids-Rate im Gebiet", sagte Bürgermeister Oleg Budargin nach Angaben der Agentur Interfax.
Ab sofort dürfe die regionale Fluglinie keine Flugscheine nach Norilsk mehr an Ausländer verkaufen. Sondergenehmigungen müsse der Geheimdienst FSB erteilen. In einem Referendum hatte sich die Mehrheit der Bewohner für die erneute Schließung der Stadt ausgesprochen. Norilsk zählte bereits zu Sowjetzeiten zu den Dutzenden "strategisch wichtiger" Städte mit Rüstungsindustrie oder Rohstoffvorkommen, die für Ausländer gesperrt waren.
Familiendrama in St. Pölten16:26
Bluttat: Tochter Zeuge?Vater schoss auf Sohn und richtete sich selbst. Waffenbesitz des 37-Jährigen illegal
Kriminalität20:48
Acht Jahre lang Sklavin19-jährige Deutsche wurde jahrelang misshandelt. Mutmaßliche Täter verhaftet.
Raubvögel vergiftet11:09
Falken ausgerottetBregenz: Taubenzüchter vergiftet gesamte Population am Pfänderstock
