FORMAT-Umfrage zum Nulldefizit

Sparen zahlt sich aus: 59 Prozent der Österreicher bewerten das vorzeitige Erreichen des Nulldefizits im heurigen Jahr als positiv. Ursprünglich hätte nach den Plänen der Regierung dieses Ziel ja erst 2002 erreicht werden sollen.
Die höchste Zustimmung zu den ehrgeizigen Zielen der schwarz-blauen Koalition gibt es mit 76 Prozent unter den ÖVP-Wählern, bei den Opinion-leadern sind gar 78 Prozent dafür. Die mit Abstand größte Ablehnung gibt es mit 51 Prozent unter den Grünen.
Das frühzeitige Einlösen des Budgetziels kann übrigens keine Regierungspartei eindeutig für sich verbuchen. Auch wenn FP-Minister Karl-Heinz Grasser das Erreichen des Nulldefizits gern für sich vermarktet, glaubt nahezu ein Drittel der Bevölkerung, daß sowohl FPÖ als auch ÖVP ihren Anteil an dem Gelingen haben. Wobei die FPÖ stärkere Unterstützung aus den eigenen Reihen bekommt als der Koalitionspartner. So führen 47 Prozent der freiheitlichen Wähler den Erfolg auf ihre Partei zurück, 33 Prozent der ÖVP-Wähler schreiben ihn ihrer Partei zu.
Nicht einig sind sich die Österreicher darin, welche Quellen zur Tilgung des Defizits angezapft wurden. So vermutet knapp mehr als die Hälfte der Bevölkerung (52 Prozent), daß das Budgetdefizit mehrheitlich durch Steuer– und Gebührenerhöhungen abgebaut werden konnte. Nur ein Drittel (29 Prozent) glaubt jedoch, daß dieses Ziel in erster Linie den Verwaltungseinsparungen bei Bund und Ländern zu verdanken ist.
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