Samstag, 24. November 2001

71,9 Prozent der Delegiertenstimmen

Der Bundesheeroffizier, LAbg. Willi Tilg (44) ist neuer Obmann der Tiroler FPÖ. Beim 26. Landesparteitag am Sonntag in Telfs erhielt er 71,9 % der abgegebenen Delegiertenstimmen. Er setzte sich gegen den Unterländer Unternehmer Simon-Hermann Huber (21,3 % der Delegiertenstimmen) durch und folgt LAbg. Christian Eberharter, der vor wenigen Wochen von der Bundespartei ausgeschlossen worden war.

Bei der zuvor durchgeführten Kandidatenpräsentation war es zu einem Eklat gekommen. Simon Hermann Huber hatte zu einem Rundumschlag ausgeholt und war daraufhin vom Vorsitzenden der Plattform und des Parteitages, Siegfried Dillersberger, unterbrochen worden. Erst nach einer kurzen Debatte mit Dillersberger durfte Huber seine Rede beenden.

Huber hatte Tilg als "guten Parteisoldaten" bezeichnet, der "nur dritte Wahl" sei. Die Partei brauche aber Siegertypen. Tilg werde nicht in der Lage sein, die Partei zu einen. Dem Osttiroler LAbg. Gerald Hauser warf er vor, noch vor einem Jahr vehement den mittlerweile ausgeschlossenen Parteiobmann Christian Eberharter unterstützt zu haben, die Nationalratsabgeordnete Edith Haller habe als einzige Freiheitliche für die alte Pensionsregelung gestimmt, hatte Huber kritisiert. Tilg sei "keine Ansage für den neuen VP-Chef Herwig van Staa".

Tilg selbst ging auf die Ausführungen Hubers nicht ein. Er machte einen Streifzug durch landespolitische Themen und besprach der Partei eine Erneuerung, "damit es wieder bei uns Geschlossenheit gibt". Es müsse wieder Sach- und nicht Personalpolitik betrieben werden, verlangte Tilg.

24.11.2001 12:28