Alarm bei Grippe-Epidemie: Bis zu 6.000 Tote in Österreich!
- Neue Analyse: Über 60-Jährige am meisten gefährdet
- Influenza laut Experten gefährlicher als angenommen
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Bis zu 6.000 Tote in Österreich! Eine erschreckende Zahl, die Experten jetzt nennen, wenn sie daran denken, was eine Grippe-Epidemie anrichten könnte. Bisher ging man davon aus, dass eine Influenza-Welle in Österreich zu 1.500 bis 2.500 zusätzlichen Todesfällen führen dürfte. Doch die echte Zahl liegt weit höher. Daher der Appell: Impfen gehen!
"Wir sind immer von 1.500 bis 2.500 zusätzlichen Sterbefällen durch im Verlauf einer Influenza-Epidemie ausgegangen. Wir konnten das auch nicht genauer berechnen, weil wir kein gutes Vergleichsjahr hatten. Doch im Jahr 2001 zirkulierte in Österreich das Influenza-Virus nicht. Daher haben wir damit den notwendigen Vergleich", sagt der Wiener Grippe-Experte Kurt Vymazal.
Aus den Sterbedaten des Statistischen Zentralamtes ergaben sich dann bei einer neuerlichen Analyse folgende alarmierende Zahlen: 1998/99 lag die Übersterblichkeit im Rahmen einer heftigen Influenza A-Epidemie bei rund 6.100 Toten (Dezember 1998 bis Februar 1999). Um die Jahreswende 1999/2000 verursachte eine etwas schwächere Epidemie rund 4.200 Todesfälle. Vymazal: "Selbst die üblicherweise als weniger gefährlich angesehene Influenza B forderte 1999/2000 in Österreich rund 4.200 Todesfälle."
Was sich weiters eindeutig aus den Statistiken ergibt: In der Gruppe der unter 60-Jährigen lassen sich in Österreich keine vermehrten Todesfälle während solcher Influenza-Wellen feststellen. Der Experte: "Die Übersterblichkeit ereignet sich ausschließlich bei den über 60-Jährigen."
Die Fachleute fordern seit Jahren, dass sich alle Senioren jährlich per Impfung gegen die Influenza schützen lassen. Das selbe gilt für alle Menschen, die chronisch krank sind. Für betagte Menschen eignen sich speziell entwickelte "adjuvierte" Influenza-Vakzine besonders. Durch die Bindung der Antigene an die Substanz MF 59C wird die körpereigene Produktion von schützenden Antikörpern verstärkt. Das soll speziell bei älteren Menschen, bei denen die Abwehrreaktion nach einer Impfung schwächer ausfallen kann, von Vorteil sein. Laut Studien wird bei solchen Personen durch die adjuvierten Vakzine eine um fast die Hälfte stärkere Immunantwort hervorgerufen. In Österreich sind zwei solcher Influenza-Vakzine zugelassen (Addigrip und Fluad), die für Personen ab 65 empfohlen werden. (APA/red)
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