Mittwoch, 21. November 2001

Günstige Einschätzung der eigenen Lebenslag

Ein erheblicher Teil der Österreicher und Österreicherinnen hat in diesen Tagen das Gefühl, "eine schwierige Zeit" durchzumachen. Die wirtschaftliche Stimmungslage der Bevölkerung ist getrübt. Der persönliche Lebensstandard wird aber von der Mehrheit gleich gut oder sogar etwas besser eingeschätzt als im Schnitt der vergangenen Jahre.

Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes "Imas" hervor.

Insgesamt wurden 1.000 repräsentativ ausgewählte Personen ab 16 Jahren in der Zeit zwischen 25. Oktober und 14. November befragt. 47 Prozent der Befragten erklärten, eine "schwierige Zeit" durchmachen zu müssen. 36 Prozent sagten, sie hätten das Gefühl, in einer "glücklichen" Zeit zu leben, 17 Prozent waren unentschieden. Im langjährigen Mittel seit 1973 sahen sich 41 Prozent in einer schwierigen und knapp 39 Prozent in einer glücklichen Zeit, der Rest war unentschieden.

Den "eigenen Lebensstandard" sehen derzeit elf Prozent der Befragten "höher" an als früher, 44 Prozent betrachten ihn als "gleich hoch" und 38 Prozent als "niedriger", der Rest machte keine Angaben. Damit deckt sich die Einschätzung der persönlichen Lebenssituation derzeit weitgehend mit dem langjährigen Mittelwert.

Vor der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung in den kommenden ein bis zwei Jahren besteht laut Umfrage zwar eine deutliche Besorgnis, aber - so Imas-Chef Andreas Kirschhofer - "keine panikartige Furcht". 27 Prozent (langjähriges Mittel 22 Prozent) glauben derzeit, "beruhigt" in die Zukunft sehen zu können, 57 Prozent (Mittelwert 59 Prozent) sind "eher besorgt". Die Restlichen waren beziehungsweise sind unentschlossen.

21.11.2001 10:27