Mittwoch, 3. Oktober 2001

Nachfolger noch ungewiss

ÖIAG Aufsichtsratspräsident Alfred Heinzel hat am Mittwoch die einvernehmliche Auflösung des Vorstandsvertrags von Johannes Ditz unterschrieben. In der vorvergangenen Woche hat das Aufsichtsratspräsidium Ditz einen "golden handshake" für die Auflösung seines noch bis August 2004 laufenden Vorstandsvertrages angeboten. Ob der Posten nachbesetzt wird, steht noch nicht fest.

ÖIAG Aufsichtsratspräsident Alfred Heinzel hat heute Mittwoch die einvernehmliche Auflösung des Vorstandsvertrags von Johannes Ditz unterschrieben, gibt die ÖIAG in einer Aussendung bekannt. Ob der Posten nachbesetzt wird, steht noch nicht fest. Möglicherweise wird dies kurzfristig bei einer kürzlich einberufenen Sitzung des ÖIAG Privatisierungsausschusses am 11. Oktober entschieden. Wird ein zweiter Vorstand neben Peter Michaelis gesucht, muss dieser laut Stellenbesetzungsgesetz öffentlich ausgeschrieben werden, wobei eine Ausschreibungsfrist von sechs Wochen gilt.

Wenn der nächste reguläre ÖIAG Aufsichtsrat am 7. Dezember einen allfälligen zweiten Vorstand bestellen soll, drängt die Zeit für die Vorbereitung der Ausschreibung. Es könnte also sein, dass der Privatisierungsausschuss, an dem grundsätzlich alle Kapitalvertreter teilnehmen, zu einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung umfunktioniert wird, was mit "Gefahr in Verzug" begründet werden kann.

Aus ÖIAG-Kreisen ist überdies zu hören, dass Finanzminister und ÖIAG-Eigentümervertreter Karl-Heinz Grasser (F) Ditz schon früher als Ende Dezember beurlauben möchte. Diese Sache "rasch zu erledigen" sei ÖIAG Aufsichtsrat Paul Tanos beauftragt worden. Ditz hatte seine einvernehmliche Vertragsauflösung bereits am vergangenen Freitag in einer "Abschiedspressekonferenz" bekanntgegeben und dabei erklärt, er wolle bis 31. Dezember mit "vollem commitment" für die ÖIAG arbeiten.

3.10.2001 17:33