Nach US-Terror Rückgänge im Städtetourismus

Der Sommer beschert Österreichs Hoteliers und Gastwirte ein Umsatzplus von mehr als 5 Prozent. Einbußen gab es jedoch im Städtetourismus. Diese kämpfen nach den Terroranschlägen in den USA mit einem Umsatzrückgang, so Tourismus-Staatssekretärin Mares Rossmann.
In der bisherigen Sommersaison, die noch bis Oktober dauert, seien von Mai bis August ein 5-prozentiges Umsatzplus auf 79,5 Mrd. S, aber nur ein 3-prozentiges Nächtigungsplus erzielt worden, berichtete Rossmann.
Nach den Anschlägen sei die Situation vor allem im Reisebüro-Sektor "sehr angespannt", ein bereits beschlossenes Maßnahmenpaket mit Kurzarbeit und Weiterbildung werde hier vorübergehend helfen, bemerkte Rossmann. Einer der Hauptleidtragenden nach den Attacken sei der Städtetourismus, der großteils als Flugtourismus positioniert sei. Ein zusätzlicher negativer Faktor sei der erwartete Anstieg bei Flugpreisen. In der Städtehotellerie gebe es derzeit bereits Einbußen bei Gästen aus den USA und auch Japan, die allerdings schwer zu beziffern seien.
Rossmann (F) hofft nach den Terroranschlägen in den USA auf mehr Inlands-Winterurlaubsgäste: "Wir haben nicht vor, Kapital aus der Situation in den USA zu schlagen, aber da die Reisefreudigkeit mit Fluglinien derzeit nicht gegeben ist, könnte der Individualreiseverkehr steigen und die eine oder andere Flugreise durch einen Österreich-Urlaub ersetzt werden", sagte Rossmann.
Insgesamt erwartet Rossmann für die kommende Wintersaison 2001/01, das Rekordergebnis des Vorjahres von 55,3 Mill. Nächtigungen und rund 115 Mrd. S (8,36 Mrd. Euro) Umsatz halten zu können.

