Montag, 1. Oktober 2001

Technik-Freaks stürzen sich auf UMTS-Telefone

Trotz technischer Probleme beim Start des weltweit ersten UMTS-Netzes haben sich Mobilfunk-Begeisterte am Montag in Tokio auf die neuen Geräte gestürzt. Obwohl Analysten angesichts der hohen Gerätepreise vor überhöhten Erwartungen gewarnt hatten, setzten ausgewählte Geschäfte innerhalb eines Vormittags 730 UMTS-Geräte ab.

Der erste UMTS-Dienst namens Freedom of Mobile Multi-Media Access (FOMA) ist zunächst nur in einem Umfeld von 30 Kilometern um das Zentrum Tokios und einigen anderen Gebieten der japanischen Hauptstadt verfügbar. Nach Angaben von NTT-DoCoMo-Sprecher Norio Hasegawa kauften erste Technik-Begeisterte am ersten Vormittag 330 UMTS-, 320 Video-Telefonen sowie 80 PC-Karten zum UMTS-Zugang über Notebook-Computer.

Die ersten Nutzer von UMTS können mit den Geräten im Internet surfen, E-Mails empfangen und bewegte Bilder von ihren Gesprächspartnern sehen. Die Apparate können zudem zum Fotografieren und zum elektronischen Spielen eingesetzt werden.

NTT DoCoMo will in dem bis Ende März 2002 laufenden Geschäftsjahr 150.000 UMTS-Geräte unter die Leute bringen. Bis Ende März 2004 plant der Ex-Monopolist im Handy-verrückten Japan 6 Mill. Abonnenten für den Mobilfunk der dritten Generation. Der kommerzielle Start von FOMA war im Mai wegen technischer Probleme noch verschoben worden. Das eigentlich zum UMTS-Kernangebot zählende Herunterladen von Musik und Videoclips soll frühestens in der ersten Hälfte 2002 möglich sein.

1.10.2001 11:33