Donnerstag, 4. Oktober 2001

Vier Mal Hahnenkamm-Sieger

In seiner aktiven Zeit stand er meist im Schatten von Toni Sailer, doch tat dies seiner Popularität bis heute keinen Abbruch. Die Rede ist von Anderl Molterer, dem jung gebliebenen "Weißen Blitz aus Kitz", der am Montag (8.10.) seinen Siebziger begeht und aus diesem Anlass vom KSC in seiner Heimatstadt Kitzbühel auch mit einer Feier gewürdigt wird.

Vier Mal Hahnenkamm-Sieger, drei Mal Kandahar-Sieger, 1954 WM-Dritter im Riesentorlauf, RTL-Silber und Abfahrts-Bronze bei Olympia 1956 in Cortina (wo Sailer mit drei Mal Gold zu einer Allzeitgröße des alpinen Skisports aufstieg), später auch noch Profiweltmeister in Slalom, Riesentorlauf und Abfahrt. Diese Erfolgsliste zeugt von den Allround-Qualitäten des gelernten Zimmermanns, der in den 50er-Jahren neben Sailer, Christian Pravda, Ernst Hinterseer und Hias Leitner zu den Säulen des Kitzbüheler "Wunderteams" zählte.

"Hahnenkamm-Champion des Jahrhunderts"
Fast ein "Wunder" ist es auch, wie die Zeit an dem urwüchsigen und sympathischen Tiroler schier spurlos vorbeigegangen ist. Die Ski-Legende, die 2000 zum "Hahnenkamm-Champion des Jahrhunderts" gekürt wurde, wirkt drahtig und agil wie eh und je - einzig eine Hüftoperation steht ihm bevor. Was zum Teil wohl auch damit zusammenhängt, dass Molterer beruflich ausgesorgt hat und voll und ganz seinem großen sportlichen Hobbys - Golf und Tennis - frönen kann.

Pendler
Der Kitzbüheler, der bei Nostalgie-Skirennen noch immer seinen Mann stellt, hat seit 1960 in Aspen einen zweiten Wohnsitz und besaß dort auch lange ein gutgehendes Sportgeschäft. Seit Jahren pendelt er zwischen den USA und Tirol, sein bevorzugter Aufenthaltsort in den Staaten ist derzeit Florida.

4.10.2001 10:18