Flüge nach Asien derzeit zu gefährlich

Der für den 24. November in Peking geplante Box-WM-Kampf im Schwergewicht nach WBA-Version zwischen dem Titelverteidiger John Ruiz und seinem US-Landsmann Evander Holyfield wurde erneut abgesagt. Der Fight wurde auf Anraten des US-Außenministeriums gestrichen.
Laut der Behörde sei es nach den Terror-Anschlägen vom 11. September in Manhattan und Washington D.C. zu gefährlich, nach Asien zu fliegen.
Promotor Don King hatte daraufhin nach Absprache mit dem übertragenenden TV-Sender HBO am Dienstag entschieden, den Kampftermin zu verschieben. Das dritte Duell der beiden Amerikaner soll nun entweder am selben Tag in einer US-Stadt oder aber im Dezember in der chinesischen Hauptstadt stattfinden.
"Wir befinden uns in einer Krise, in einem Krieg gegen den Terrorismus. Ich würde niemals ein amerikanisches Leben für einen Boxkampf gefährden", sagte Don King. Sein TV-Verhandlungspartner, der HBO-Präsident Ross Greenberg, erklärte: "Im Moment ist es unklug, um die Welt zu fliegen. In der jetzigen Zeit kann ich nicht fast 100 Mitarbeiter nach Übersee schicken, um einen Boxkampf zu übertragen." HBO hatte die Übertragungsrechte für fünf Millionen Dollar (5,48 Mio. Euro/75,4 Mio. S) erworben.
Den ersten Kampf hatte Holyfield am 12. August umstritten nach Punkten gewonnen. Das zweite Aufeinandertreffen am 3. März verlor der entthronte Champion klar nach Punkten. Ruiz hatte damit als erster gebürtiger Lateinamerikaner einen Titel im Schwergewicht erkämpft.
