Minenexplosion und Kämpfe im indischen Teil

Bei neuen Anschlägen im indischen Teil von Kaschmir sind am Samstag 18 Menschen getötet worden. Mutmaßliche Moslemextremisten zündeten nach Angaben der Polizei südlich von Srinagar eine Landmine, als ein mit Soldaten besetzter Wagen vorbeifuhr. Vier Soldaten wurden getötet, vier weitere verletzt. Auf einem Markt wurde ein Polizist von einem Angreifer erschossen.
Drei Zivilisten und ein Extremist wurden bei Kämpfen in Kupwara getötet, bei weiteren Kämpfen kamen nach Polizeiangaben acht mutmaßliche Extremisten und ein Polizist ums Leben. Etwa 20 Zivilisten wurden nach Augenzeugenberichten verletzt, als eine Granate an einer Bushaltestelle in Anantnag, rund 50 Kilometer südlich von Srinagar, einschlug. Die Granate habe ihr Ziel verfehlt; Extremisten hätten sie auf eine Polizeipatrouille geschleudert.
Moslemrebellen führen seit 1989 in Kaschmir einen blutigen Kampf gegen die indische Regierung, dem bereits zehntausende Menschen zum Opfer gefallen sind. Die Rebellen verlangen die Unabhängigkeit der geteilten Himalaya-Region oder deren Anschluss an Pakistan.
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