18 Milliarden Schilling extra für Arzt-Praxen

Ärztekammer-Präsident Pjeta unterstützt die Einführung der neuen Ambulanz-Gebühr. Er ist davon überzeugt, dass sie einen Lenkungs-Effekt haben wird. Bis jetzt war das noch nicht der Fall, weil der Behandlungs-Beitrag erst jetzt vorgeschrieben wird. Langfristig würden es sich die Menschen aber überlegen, "ob noch am Abend ein Tennisarm behandelt werden muss".
Dass Patienten wegen der Gebühr tatsächlich auf notwendige medizinische Versorgung verzichten, glaubt der Ärztekammerpräsident nicht.
Mehr Geld für niedergelassene Ärzte
Die Ärztekammer verlangt allerdings entsprechende Vorsorge bei niedergelassenen Ärzten, damit der Patient rund um die Uhr betreut werden kann. Es soll mehr Geld für die Praxen geben - insgesamt 18 Milliarden Schilling in den nächsten fünf Jahren.
Verständnis für Ärger bei den Patienten
Dass es in den letzten Tagen im Zusammenhang mit den Vorschreibungen der Gebühr Ärger in der Bevölkerung gegeben hat, kann Pjeta durchaus nachvollziehen. Aus seiner Sicht wurden die Österreicher nicht entsprechend informiert: "Sonst gibt es für jeden kleinen Schmarren ein Merkblatt." Er sei sicher, dass in der breiten Bevölkerung nicht bekannt sei, wofür nun eine Gebühr zu entrichten sei. Dies wäre eine Bringschuld der Sozialversicherungen gewesen, meinte Pjeta.
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