Prag: Nicht alle Testkriterien erfüllt

Die österreichischen Temelin-gegner treffen heute die Minister Ferrero.Waldner und Molterer. Sie fühlen sich im Kampf gegen das AKW von der Regierung im Stich gelassen. Nun bestätigte auch die tschechische Behörde für Atomare Sicherheit (SUJB), dass das Atomkraftwerk während des derzeitigen Probebetriebs nicht alle Testkriterien erfüllt.
SUJB-Chefin Dana Drabova wollte nicht ausschließen, das der Temelin-Betreiber, der Energiekonzern CEZ, einige Tests wiederholen werde müssen. Unter besonderen Umständen könne die SUJB aber die Durchführung von Tests in einer weiteren Phase des Probebetriebs bei einer Leistung von bis zu 75 Prozent erlauben, wenn die nukleare Sicherheit davon nicht betroffen sei. Über die einzelnen Tests, deren Vorbereitung und Modifizierung, würden die zuständigen Experten entscheiden.
Sollten noch Tests im Bereich unterhalb von 55 Prozent der Leistung vorgesehen sein, müssten die Temelin-Betreiber deren Verschiebung begründen. Drabova wollte nicht sagen, wie lang die SUJB brauchen werde, die gegenwärtige Probephase abschließend beurteilten zu können.
Im ersten Reaktorblock, der derzeit etwa 510 Megawatt ans Netz liefert, wurde am Donnerstag der so genannte Insel-Test wiederholt. Dabei wird die Leistung auf ein Niveau heruntergefahren, bei dem nur der eigene Energiebedarf des AKW gedeckt wird. Während Vertreter des Kraftwerks erklärten, der Test sei erfolgreich verlaufen sprechen Temelin-Gegner von einem Fehlschlag.
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