ETA-Bombe beschädigt Justizgebäude

Auch Spanien bleibt vom Terror nicht verschont: Bei der Explosion einer Autobombe in der baskischen Regionalhauptstadt Vitoria ist Montag früh ein Gerichtsgebäude schwer beschädigt worden. Ein Mensch wurde von umherfliegenden Glassplittern leicht verletzt.
Der baskische Minister für Justiz, Arbeit und Soziales, Joseba Azkarraga, machte die Untergrundorganisation ETA für den Anschlag verantwortlich.
Er nannte die Tat "einen weiteren Angriff auf die gesamte baskische Gesellschaft". Die Explosion zerstörte die Glasfassade des viergeschossigen Gebäudes und setzte etwa 20 Autos in Brand. Die Polizei sperrte die Gegend ab, während die Feuerwehr die Flammen bekämpfte. 25 Minuten vor der Detonation um 06.00 Uhr morgens gingen bei der Regionalpolizei telefonische Warnungen ein.
Terror in Europa: Die ETA
Die ETA kämpft für die Unabhängigkeit des Baskenlandes. Die Untergrundorganisation wird für 35 Morde verantwortlich gemacht, die seit der Aufkündigung ihres einseitigen Waffenstillstands im Jänner 2000 begangen wurden. In den vergangenen drei Jahrzehnten kamen mehr als 800 Menschen bei Anschlägen der Separatisten ums Leben.
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