Dschihad bekennt sich zu Bombenanschlag

Eine heftige Explosion erschütterte Montag Früh ein beliebtes Einkaufsviertel im Süden Jerusalems. Dabei wurde ein Mann leicht verletzt. Die radikale palästinensische Gruppe "Islamischer Dschihad" bekennt sich zu dem Autobomben-Anschlag. Zuvor hatte der Inlands-Geheimdienst eine Hamas-Zelle ausgehoben.
Ein Polizeisprecher sagte, der mit Kugeln gefüllte, mittelgroße Sprengsatz sei auf einem privaten Parkplatz im Stadtteil Talpiot im Südosten der Stadt explodiert. Mehrere parkende Autos gingen in Flammen auf. Ein junger Mann, der in einem Gebäude neben dem Parkplatz saß, wurde leicht verletzt.
Es war der erste Bombenanschlag innerhalb Israels seit Ausrufung der Waffenruhe durch Palästinenserpräsident Yasser Arafat vor knapp zwei Wochen.
Schlag gegen die Hamas
Israelische Medien berichteten, der Inlandsgeheimdienst Schin Beth habe in der letzten Zeit eine Zelle mit 20 Aktivisten der radikal-islamischen Hamas-Gruppe ausgehoben. Die Festgenommenen seien in Trainingslagern in Syrien und Libanon im Gebrauch von Waffen und Sprengsätzen ausgebildet worden. Die im Westjordanland aktive Zelle soll unter anderem an der Planung von zwei Selbstmordanschlägen in der israelischen Stadt Netanja im April und Mai beteiligt gewesen sein. Bei den Anschlägen waren acht Israelis getötet und Dutzende verletzt worden.
Misstöne zwischen Israel und Autonomiebehörde
Nach der Explosion hat die israelische Regierung der palästinensischen Autonomiebehörde Missachtung der Waffenruhe vorgeworfen. "Es ist offensichtlich, dass die Autonomiebehörde nicht genug tut, um die Gewalt zu beenden", sagte ein enger Mitarbeiter von Regierungschef Ariel Sharon. "Wir sehen keinen Waffenstillstand, nur die Fortsetzung des Terrors."
Die israelische Regierung hatte Palästinenserpräsident Yasser Arafat am Sonntag erneut eine Frist von 48 Stunden zur Beendigung der Gewalt gesetzt.
Weiter Zusammenstöße am Wochenende
Am Sonntagabend war die israelische Armee bei Khan Younis im Gazastreifen erneut kurzfristig auf palästinensisches Autonomiegebiet vorgedrungen. Nach palästinensischen Angaben fuhren drei israelische Panzer rund 700 Meter weit auf das palästinensische Gebiet vor. Von dort aus hatten Palästinenser zuvor Mörsergranaten auf eine jüdische Siedlung abgefeuert. Verletzt wurde dabei niemand.
Familiendrama in St. Pölten16:26
Bluttat: Tochter Zeuge?Vater schoss auf Sohn und richtete sich selbst. Waffenbesitz des 37-Jährigen illegal
Kriminalität20:48
Acht Jahre lang Sklavin19-jährige Deutsche wurde jahrelang misshandelt. Mutmaßliche Täter verhaftet.
Raubvögel vergiftet11:09
Falken ausgerottetBregenz: Taubenzüchter vergiftet gesamte Population am Pfänderstock
