Rettungsaktion nach 11 Jahren abgeschlossen

Pisa ist wieder einmal in Aufruhr: Am 15. Dezember wird der Schiefe Turm, den die Touristen seit mehr als elf Jahren nur von unten betrachten konnten, wieder für Besucher offen sein. Das Ende der Renovierungsarbeiten, um die Schieflage des berühmten Wahrzeichens um 40 Zentimeter zu verringern, war bereits im Juni groß gefeiert worden.
Eine kleine Gruppe von Ehrengästen der Stadt hatte den Turm besteigen können. Ab Mitte Dezember wird das 800 Jahre alte Gebäude wieder Touristen aus der ganzen Welt zur Besichtigung frei stehen.
In den nächsten Tagen soll beschlossen werden, nach welchen Kriterien die Touristen den Turm besteigen sollen. Wahrscheinlich werden sich die Besucher vorher anmelden müssen, ehe sie auf die weltberühmte "Torre" klettern können. Der Präsident des Rettungskomitees des Wahrzeichens von Pisa, Michele Jamiolkowski, versicherte, dass der Turm wieder so sicher wie im 17. Jahrhundert ist.
Rettungsaktion begann 1990 und kostete 387 Millionen S
Die spektakuläre Rettungsaktion war am 7. Jänner 1990 begonnen worden und kostete rund 387 Millionen Schilling (28,1 Mill. Euro). Allerdings waren vier Jahre zur Überwindung bürokratischer Hürden nötig, weshalb die Arbeiten erst 1994 beginnen konnten. Dem Bauwerk wurden Metallreifen angelegt, an denen Stahlseile befestigt wurden, die von Bleigewichten gezogen waren. Danach wurde am Fundament noch Erdreich abgegraben. Damit konnte die "Torre di Pisa" eine Schräge wie vor 250 Jahren erreichen und sollte laut Fachleuten nicht mehr gefährdet sein.
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