Donnerstag, 27. September 2001

NEWS: Stornowelle bei Airlines und Hotels

Manche Kunden buchen Destinationen gerade dann, wenn niemand dort hin will – denn das garantiert Sightseeing ohne Massenansammlungen und noch dazu zum Vorzugspreis. Doch die Regel ist dieses Verhalten nicht – wie Österreichs Hotels und Reisebüros, Fluglinien und Reiseveranstalter dieser Tage schmerzhaft zu spüren bekommen.

Nicht nur Amerikanern ist die Reiselust vergangen, auch die Österreicher geben sich derzeit zurückhaltend – und das nicht nur bei Reisen nach Übersee. Rudolf Tucek, Generaldirektor des Österreichischen Verkehrsbüros, sieht die Einbrüche „noch nicht dramatisch", musste aber bereits einen Umsatz von 17 Millionen Schilling stornieren. Franz Neubauer, Ge-schäftsführer von GEO-Reisen, hatte in den ersten vier Tagen nach den Attentaten Stornos von zwei Millionen Schilling abzuschreiben und erlebt einen Einbruch bei kurzfristigen Reisebuchungen von bis zu 40 Prozent. „Urlaub in den nächsten zwei bis drei Monaten ist im Moment nicht gerade populär."

Hoffnung: Städtereisen und Wintertourismus
Rund 251 Milliarden Schilling wurden im vergangenen Jahr durch den heimischen Tourismus erwirtschaftet. Ausgelöst durch die Attentate in den USA und die folgende weltweite Stornierungswelle, schien dieser bedeutende Wirtschaftsfaktor akut in Gefahr. Doch nun mehren sich die Stimmen, die Österreich trotz der Probleme im Städtetourismus eine positive Entwicklung prophezeien. Dazu kommt der größte Trumpf der heimischen Touristik: Der krisensichere Winterurlaub.

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27.9.2001 13:27