4.000 Kündigungen bei Opel

Beim angeschlagenen Autohersteller Opel soll die Produktion in Bochum und Eisenach gekürzt werden. Das sieht der so genannte Sanierungsplan "Olympia" vor, dessen Einzelheiten Opel-Chef Carl Peter Forster in der kommenden Woche den Arbeitnehmervertretern des Unternehmens vorlegen will. Insgesamt sind bei der europäischen General Motors-Tochter 4.000 Stellen in Gefahr.
Das geht aus einem Bericht der "Financial Times Deutschland" hervor.
Vertretern der europäischen GM-Betriebsräte werden vom kommenden Dienstag an die Fabriken mitgeteilt, in denen Kapazitäten und Arbeitsplätze abgebaut werden. In Eisenach sollen demnach weniger Corsa, dafür mehr Astra gebaut werden. Bochum verliert voraussichtlich eine Schicht in der Astra-Produktion, also rund 50.000 Autos pro Jahr. Noch stärker betroffen sind die GM-Werke in Antwerpen im englischen Ellesmere Port. Mit den Kürzungen werden bei Opel und GM in Europa bis zu 4.000 Mitarbeiter überflüssig.
Minus 350.000 Fahrzeuge
Durch das "Olympia"-Konzept sollen die Opel-Kapazitäten in Europa wegen hoher Verluste um 15 Prozent zurückgefahren werden, was einen Rückgang der Autoproduktion um etwa 350.000 Fahrzeuge bedeutet. Unternehmen und Betriebsrat hatten sich bereits darauf geeinigt, dabei auf die Schließung ganzer Standorte zu verzichten und Arbeitsplätze sozialverträglich abzubauen. Geplant sind Vorruhestands- und Abfindungsangebote.

