Mittwoch, 26. September 2001

Finanzminister erörterten Anti-Terror-Maßnahmen

Die Terroranschläge auf die USA könnten die Erholung der Weltwirtschaft nach Ansicht der sieben führenden Industriestaaten verzögern. Dies geht aus dem am Samstag (Ortszeit) in Washington veröffentlichten Abschlusskommunique des G-7-Finanzministertreffens hervor.

In einem im voraus veröffentlichten Entwurf hatten sich die Finanzminister jedoch "trotz der verbleibenden Unsicherheiten" zuversichtlich gezeigt, dass die globale Konjunktur ihre derzeitige Schwächephase überwinden werde.

Die Minister sprachen auch über eine Verstärkung der Zusammenarbeit beim Kampf gegen die Finanzierung des Terrorismus. Im Anti-Terror-Kampf wollten die Minister sich auf bessere Zusammenarbeit beim Aufspüren und Blockieren von dubiosen Geldern verpflichten und die Bestimmungen gegen Geldwäsche stärken.

In der Abschlusserklärung des Treffens der G-7-Finanzminister in Washington hieß es am Samstag, man sei trotz kurzzeitiger Unsicherheiten für die Zukunft zuversichtlich. Um das Wachstum zu steigern und die Gesundheit der Finanzmärkte zu erhalten, würden notwendige Schritte eingeleitet. Zudem beabsichtigten die G-7-Staaten, eng zusammenzuarbeiten, um die Finanzierungsquellen des Terrorismus versiegen zu lassen. Die G-7 bestätigte zudem, die Einleitung einer neuen Welthandelsrunde zu unterstützen und begrüßte Russlands fortschreitendes Wachstum und Reformfortschritte.

Bereits vor dem Treffen hatten der deutsche Bundesfinanzminister Hans Eichel und Bundesbankchef Ernst Welteke eine weltweite Rezession infolge der Anschläge ausgeschlossen. Das Treffen der Vertreter aus Deutschland, USA, Italien, Frankreich, Großbritannien, Japan und Kanada war nach den Anschlägen auf das World Trade Center und das amerikanische Verteidigungsministerium am 11. September um eine Woche verschoben worden.

26.9.2001 11:55