Mittwoch, 26. September 2001

Chip-Branche in der Krise

Der US-Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) will nach eigenen Angaben bis zum Ende des zweiten Quartals 2002 rund 2.300 Stellen abbauen. Außerdem werden zwei Produktionsstätten geschlossen. Grund für den Schritt sind "außerordentliche Belastungen" im dritten Quartal.

Mit den Sparmaßnahmen Maßnahmen sollen die Kosten deutlich gesenkt werden. Im dritten Quartal wurden außerordentliche Belastungen zwischen 80 und 110 Millionen Dollar (bis zu 109 Mill. Euro/1,5 Mrd. S) verbucht.

AMD rechnet mit einem Einspar-Effekt von jährlich rund 125 Millionen Dollar. Von den Schließungen sind zwei Fabriken in Austin im US-Bundesstaat Texas mit 1.000 Arbeitsplätzen betroffen. Die restlichen 1.300 Stellen werden in Malaysia gestrichen. Der geplante Stellenabbau entspricht rund 15 Prozent der gesamten Belegschaft.

Nachfrage-Minus trifft die ganze Branche
AMD, der Konkurrent Intel und die gesamte Halbleiterbranche sind von der nachlassenden Nachfrage im Zuge der Konjunkturschwäche betroffen. Einige Analysten erwarten einen Rückgang der weltweiten Chip-Umsätze in diesem Jahr um bis zu 34 Prozent.

26.9.2001 09:59