Dienstag, 25. September 2001

Mitarbeiter werden häufig vernachlässigt

Eine Studie belegt: Junge Unternehmen kümmern sich zu wenig um ihre Mitarbeiter. Es fehlt an Karriere- und an Einarbeitungsmodellen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Kassel.

Das Wirtschaftsblatt berichtet von ernüchternden Ergebnissen der Arbeitswissenschaftler: So wird die Personalauswahl in der IT-Branche prinzipiell vom "Hire-and-Fire"-Prinzip bestimmt. Getreu dem Motto: Wer in seinem Job die ersten sechs bis acht Wochen durchhält, bleibt. Wem die entsprechenden Kompetenzen fehlen, geht.

Weiteres Manko: Eine Einarbeitungszeit wird den neuen Angestellten in der Regel nicht zugestanden. Es fehlt außerdem an Karrieremodellen, um Beschäftigte längerfristig an eine Firma zu binden. Der Charme der Pionierphase mag eine Zeit lang tragen und eine hohe zeitliche und persönliche Belastung kompensieren. Über kurz oder lang sind Personalentwicklung, persönliche Perspektiven und eine professionelle Führung jedoch unverzichtbar, um ein Abwandern hoch qualifizierter Arbeitskräfte zu verhindern.

25.9.2001 17:17