Dienstag, 25. September 2001

Nur 280 statt 400 Prozent teurer

Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) und die Österreichische Post AG haben bei der Sitzung der Preiskommission die neuen Zustelltarife für Printmedien fixiert. Das neu gerechnete Tarifmodell stellt zwar "nach wie vor eine massive Belastung" für die Zeitungen dar, wird aber akzeptiert.

Das erklärte VÖZ-Generalsekretär Walter Schaffelhofer gegenüber der APA. Die Eckpunkte des neuen Modells: Die Post erhöht die Preise nur mehr in zwei Stufen, nämlich mit 1. Jänner 2002 sowie mit 1. Jänner 2003. Für Verlage, die sich zu einer "Mengenbindung" an die Post entschließen, werden die Erhöhungen bis 2006 gestreckt. Dazu muss man sich verpflichten, mit der Menge, die bisher aufgewendet wurde, bei der Post zu bleiben.

Immer noch exorbitante Steigerung
Nach der zweiten Stufe im Jänner 2003 werden die Preise für 60 Gramm schwere Sendungen um 282% steigen, 100 Gramm schwere Publikationen werden um 167% verteuert. Zum Vergleich: Die Verleger waren bei den ursprünglichen Plänen der Post von eine Verteuerung um bis zu 400 Prozent ausgegangen. "Weiters wurde zugesagt, dass die Tarife von 2003 bis 2006 unverändert bleiben.

Samstag-Zustellung: Einigung
Gelöst wurde auch das strittige Thema Samstagszustellung, für die die Post höhere Stückzuschläge vorgesehen hatte. Die werde es auch geben, allerdings nicht in der verlangten Höhe von über sechs Schilling. Von derzeit 2,90 Schilling pro Samstagszeitung werde man ab 1. Jänner 2002 3,70 Schilling zahlen, ab 1. Jänner 2003 4,50 Schilling und ab 1. Jänner 2004 5,30 Schilling.

Die neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen mit den Tarifen für die Zeitungszustellung könnten in den nächsten Tagen im Infrastrukturministerium einlangen. Legt Ministerin Monika Forstinger kein Veto ein, könnten die neuen Preise fristgerecht eingeführt werden. Bundeskanzler Wolfgang Schüssel ortete im Verhältnis zwischen Zeitungen und Post eine "gewisse Entspannung".

25.9.2001 13:56