Dienstag, 25. September 2001

26 Millionen Dollar Schadenersatz

Die frühere Gratis-Musik-Tauschbörse Napster ist der Rückkehr ins Internet ein Stück näher gekommen. Das Unternehmen einigte sich mit den US-Musikverlagen, die Napster wegen der Verbreitung urheberrechtlich geschützter Titel verklagt hatten. Die Einigung muss allerdings noch abgesegnet werden.

Noch fehlen die Unterschriften eines Richters und von Vertretern der Verlage - wenn die geliefert werden, ist die Einigung perfekt. Napster verpflichtet sich in dem Dokument auf die Zahlung von 26 Millionen Dollar (28,4 Mill. Euro/390 Mill. S) für die nicht genehmigte Verwendung von Titeln. Außerdem zahlt die Tauschbörse weitere zehn Millionen Dollar für zukünftige Lizenzen. Es wird nun erwartet, dass Napster seinen neuen gebührenpflichtigen Dienst Ende dieses Jahres starten kann. Eine Einigung mit den US-Plattenfirmen steht allerdings noch aus.

Höhen und Tiefen bei Napster
Die amerikanische Musikindustrie hatte Napster 1999 verklagt, weil über die Rechner der Firma auch urheberrechtlich geschützte Musikstücke gratis getauscht, sprich, vervielfältigt worden waren. Dadurch entgingen der kommerziellen Musikindustrie ungezählte Einnahmen. Wegen der Klage musste Napster seinen Dienst fast völlig einstellen. Im vergangenen Jahr wurde das Unternehmen praktisch von Bertelsmann übernommen.

25.9.2001 09:37