Grazer bleiben an Tirol dran

Tirol hat mit dem 3:0 gegen die Salzburger Austria vorgelegt, Sturm im Bundesliga-Spitzenduell mit mit einem 2:1-Heimsieg gegen die Wiener Austria dagegen gehalten. Allerdings hatten die Grazer im eigenen Schwarzenegger-Stadion gegen eine neu formierte Austria eine Menge Glück.
Denn in dem mäßigen Spiel der Runde hatten auch die Wiener in der zweiten Hälfte hochkarätige Chancen und sich ein Remis durchaus verdient. Das Siegestor von Haas fiel erst acht Minuten vor Schluss.
Feldhofer bei den Amateuren
Das Match begann mit einigen Besonderheiten. Bei Sturm fehlte Feldhofer, der nach einem Disput um eine Gehaltserhöhung in die Amateurmannschaft verbannt worden war. Bei der Austria fehlte nicht nur Mayrleb in der Startelf sondern Tormann Franz Wohlfahrt komplett. Der Team-Keeper hatte sich wegen einer alten Oberschenkel-Verletzung wieder einmal verletzt gemeldet. Und weil auch Knaller nicht zum Zug kam feierte der 22-jährige Burgenländer Thomas Mandl sein Bundesliga-Debüt im Austria-Tor. Beide Teams hatten drei Stürmer auf dem Papier, die Austria spielte sogar einige Zeit danach.
Kein Offensiv-Spektakel
Trotzdem war es keinesfalls ein Offensiv-Spektakel. Sturm war zunächst besser, hatte durch Haas (22.) die erste Chance und kam gleich danach durch Amoah, der nach einem langen Pass von Geburtstagskind Vastic sein viertes Saisontor schoss, zur 1:0-Führung (23.). Dann aber verabsäumten es die Grazer, die Partie noch vor der Pause zu entscheiden. Neukirchner wurde nach einer traumhaften Amoah-Aktion so behindert, dass er knapp verzog (27.). Dann fischte Amoah am Fünfer (32.), nur Sekunden später spielte er auch Keeper Mandl aus, seinen "tausendprozentigen" Schrägschuss wehrte aber der heranfliegende Lerant auf der Linie ab. Einen scharfen Bosnar-Kopfball wehrte Mandl auf der Linie ab (34.).
Glück für die Grazer
Es hätte sich fast gerächt für die Grazer. Denn nach der Pause gab plötzlich die Austria den Ton an und in der 57. Minute erzielte Roland Linz nach einer sehenswerten Datoru-Vorarbeit aus freilich abseitsverdächtiger Position den Ausgleich und seinen ersten Bundesliga-Treffer. Und wie zuvor die Grazer hatten es nun die Wiener nicht drauf, nachzusetzen. Mayrleb wurde am Fünfer umgerissen (63.), ein Datoru-Schuss kollerte vom Gesäß Sidorczuks nur Millimeter an der Stange vorbei (79.) und ein Sarac-Schuss traf nur das Außennetz (81.). Sturm hatte in dieser Phase nur einen Schuss von Haas, den Mandl bravourös weg faustete, zu bieten (70.).
Erlösung durch Haas
Als man schon vom gerechten Remis sprach, erlöste Haas seine Fans doch noch. In der 82. Minute deckte Amoha den Ball geschickt so lange ab, bis der goldrichtige Pass kam und Haas knallte das Leder aus spitzem Winkel via lange Stange zum 2:1 ins Tor. Pregelj und Amoah vergaben in der Nachspielzeit sogar noch Chancen auf das 3:1.
Spiele der 13. Runde
SV Ried - SW Bregenz 2:3 (2:1)
FC Tirol Innsbruck - SV Salzburg 3:0 (2:0)
Sturm Graz - Austria Wien 2:1 (1:0)
Admira/Wacker Mödling - GAK 1:3 (0:3)
Rapid Wien - FC Kärnten 0:1 (0:0)
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