Karriereende erfreut Huber, Kurnikowa klärt Gerüchte

Alex Corretja, bei der CA-Trophy in Wien (ab 8. Oktober) derzeit Nummer drei, schied am Donnerstagabend in Palermo überraschend bereits im Achtelfinale aus. Der beim letzten ATP-Sandplatz-Turnier des Jahres topgesetzte Spanier musste sich dem Argentinier Mariano Zabaleta mit 4:6,5:7 geschlagen geben.
Zabaleta hatte zuletzt allerdings auch mit seinem Viertelfinaleinzug bei den US Open gute Form bewiesen.
Beim Damenturnier in Leipzig schieden mit Anke Huber und Anna Kurnikowa ebenfalls zwei zugkräftige Namen vorzeitig aus. Für Huber wog die Sehnsucht nach dem Ende der Quälerei schwerer als der Ärger über die Niederlage. "Das war schon komisch, zum letzten Mal hier zu spielen, aber irgendwie freue ich mich auch auf nächstes Jahr. Ich habe es so entschieden, deshalb bin ich auch glücklich darüber", sagte die 26-jährige Schett-Bezwingerin nach dem 4:6,4:6 im Achtelfinale gegen Anne Kremer (LUX).
Karriereende ist greifbar nah
"Moskau, Filderstadt, Zürich, Luxemburg, vielleicht noch München." Huber freut sich, dass sie die Stationen bis zum Schlusspunkt ihrer Karriere inzwischen an einer Hand abzählen kann. Die Teilnahme an der WM in München mit den 16 Top-Spielerinnen der Tour ist greifbar nah. "Da Monica Seles wahrscheinlich nicht spielen wird, bin ich momentan drin." Und drauf und dran, sich doch vor heimischem Publikum und nicht erst bei den Australian Open im kommenden Jahr zu verabschieden.
Kurnikowa verpatzte Comeback
Soweit denkt Anna Kurnikowa noch gar nicht. Von Woche zu Woche wolle sie jetzt entscheiden, erklärte der russische Publikumsliebling nach dem verpatzten Comeback. Beim 4:6,6:3,3:6 gegen die ebenfalls aus Moskau stammende Anastasia Myskina kam schon im Achtelfinale das Aus. "Es ist hart, nach so langer Zeit zurückzukommen. Aber ich hoffe, dass ich mit jedem Match besser werde", sagte die Werbemillionärin, die weiter auf ihren ersten Turniersieg wartet. Ihr Fuß sei okay, sie fühle sich in Form. "Doch Training ist die eine Sache und Turniere die andere."
"Playboy"-Angebot dementiert
Kurnikowa klärte bei der Gelegenheit auch gleich einige Gerüchte auf. Dass sie unter dem Druck ihrer Sponsoren auf die Tour zurückgekehrt sei dementierte die Russin ebenso amüsiert wie ein Millionenangebot vom "Playboy" und die nachgesagte Angst vorm Fliegen. "Ich fliege gern und viel und werde auch für die Reise nach Moskau das Flugzeug benutzen", erklärte Kurnikowa. Aus der Schweiz sei sie nicht aus Sicherheitsgründen mit dem Auto nach Leipzig gefahren. "Sondern, weil ich mit dem Flugzeug auch nicht viel schneller hier gewesen wäre."
