In Gesamtwertung weiter auf Platz vier

Der Mountainbiker Wolfgang Fasching ist unter der Haube. Nach einer qualvollen Etappe bei der Crocodile Trophy in Australien, die von mörderischer Hitze und Übelkeit geprägt war, gab Fasching seiner Verlobten Doris am Abend in Cooktown vor malerischer Kulisse das Ja-Wort.
Gerade am Tag seiner Hochzeit hat Extrembiker Wolfgang Fasching auf der zwölften Etappe der Crocodile Trophy die Hölle durchmachen müssen: Knapp 40 Grad im Schatten hatte es auf den 140 Kilometern mit 1.050 zu bewältigenden Höhenmetern von Laura nach Cooktown, dazu machten dem Steirer auch noch starker Gegenwind, ein Defekt und permanente Übelkeit zu schaffen. Am Ende kam Fasching mit 16:23 Minuten Rückstand auf den niederländischen Etappensieger und Gesamtführenden Jaap Viergever ins Ziel und liegt damit in der Gesamtwertung weiter auf Platz vier.
Aborigine als Trauzeuge
Der qualvolle Tag nahm aber ein umso schöneres Ende: In ganz kleinem Radlerkreis gab der 34-Jährige seiner 37-jährigen Verlobten Doris, einer ehemaligen Radsportlerin, etwas später am Ort des Etappenziels - dem am Grassy Hill gelegenen Leuchtturm in Cooktown mit Blick auf den Pazifik - das "Ja-Wort". Als Trauzeugen fungierten Trophy-Organisator und Ex-Tour-de-France-Teilnehmer Gerhard Schönbacher und Ronda - ein Aborigine, den Fasching erst am Vorabend kennengelernt und zur Trauung eingeladen hatte.
Motivation für restliches Rennen
"Ich war heute körperlich am Ende. Ich habe mich ständig übergeben müssen, konnte einfach nichts im Magen behalten", erzählt Fasching nach seinem Höllenritt zum Traualtar. "Ich war heute aber nicht nur körperlich, sondern auch technisch zu schwach. Ich bin auf der Wellblechpiste einfach nicht zurecht gekommen, konnte den Speed selbst beim Downhill nicht halten, weil Arme und Rücken von der ständigen Vibration geschmerzt haben. Nach dieser Belastung war die Hochzeit aber umso schöner und wird mich für den Rest des Rennens motivieren!"
Steirerin überholt Männer
Die Österreicher Thomas Riegler und Gregor Trisco bewiesen heute, dass sie vorne an der Spitze mitmischen können. Der 29jährige Waidhofner Riegler erreichte heute als Siebenter, der 30jährige Floridsdorfer Trisco als Achter das Ziel. Im Gesamtklassement belegen die beiden Österreicher derzeit die Ränge acht bzw. elf. Die schnellste Frau war am Donnerstag erneut die Belgierin Mieke Deroo, die Steirerin Birgit Oswald wurde wieder Dritte und überholte dabei sogar drei männliche Kollegen.
