Skistars und Segler an der Spitze der Supersportler

Der Heldenplatz in Wien ist am Samstag ganz im Zeichen des Spitzensports gestanden. Vizekanzlerin Dr. Susanne Riess-Passer ehrte am "Tag des Sports" mehr als 250 Aktive im Herzen der Bundeshauptstadt für ihre Verdienste in den Jahren 1999 und 2000.
Mit Ausnahme des nach seinem schweren Motorradunfalls in Therapie in Obertauern befindlichen Ski-Superstars Hermann Maier war Österreichs Sportelite praktisch geschlossen anwesend.
Angeführt wurden die rot-weiß-roten Sporthelden einmal mehr von den beiden ÖSVs - dem Österreichischen Segel- und Ski-Verband. Die meisten Erfolge verbuchten dabei die beiden Segel-Olympiasieger Roman Hagara und Hans Peter Steinacher. Das Tornado-Duo wurde nämlich gleich mehrfach ausgezeichnet, schließlich wurden der Wiener und der Salzburger 1999 Weltmeister und holten im Folgejahr neben Gold in Sydney auch noch den EM-Titel sowie den Vizeweltmeistertitel. Angesichts der Stärke der heimischen Segler, die mit Windsurfer Christoph Sieber auch den dritten Olympiasieger von Sydney stellten, kam Moderator und Ex-Skistar Armin Assinger zum Schluss: "Wir sind eine Nation der Seefahrer!"
Ehrungen sind für Hagara/Steinacher und die alpinen Skistars, wenn sie ihren Gegnern nicht gerade um die Ohren fahren, eigentlich schon "business as usual". "Bis zum nächsten Jahr", meinte deshalb Hagara nach der Überreichung der diversen Verdienstzeichen, denn heuer hat er gemeinsam mit Steinacher seine lange Erfolgsliste mit WM-Silber und EM-Gold weiter aufgebessert. "Damit sind wir bei der Ehrung im nächsten Jahr wieder dabei."
Gleiches gilt für die Kärntnerin Stephanie Graf, die in Wien langsam, aber sicher zum Dauergast wird. "Bald kann ich mir hier eine Zweitwohnung suchen", scherzte die Olympia- und WM-Zweite über 800 m, die erst in der Vorwoche auf der "Straße der Sieger" verewigt worden ist und angesichts der bevorstehenden Hallen-EM im Dusika-Stadion (1.-3.3.2002) noch mehrere Termine in der Bundeshauptstadt vor sich hat.
Graf und die Segel-Olympiasieger schrieben sich ebenso wie die von den Abfahrtsweltmeistern Michaela Dorfmeister und Hannes Trinkl sowie Kombinations-Weltcupsieger Felix Gottwald angeführten Skistars an diesem herrlichen "Altweibersommer-Tag" auf dem Heldenplatz die Finger wund, denn Hundertschaften von Fans nutzten die einmalige Gelegenheit, um ihre Sportstars einmal hautnah zum Anfassen zu erleben.
Auch bestand die Möglichkeit, den Idolen nachzueifern oder gar gegen sie anzutreten. Mutige wagten sich etwa auf die Skirampe von Sölden, die mit einer Minischanze aufwartete, während "Normalsterbliche" zur Kenntnis nehmen mussten, dass es praktisch unmöglich ist, ein Service von Tischtennis-Ass Werner Schlager zu retournieren.
