"Ich glaube den Spielern"

Schwere Vorwüfe richtet FIFA-Präsident Sepp Blatter gegen Profivereine: Manche Fußballklubs würden ihre Spieler ohne deren Wissen dopen. Hintergrund der Vorwürfe Blatters: In letzter Zeit waren mehrere prominente Spieler der Einnahme verbotener Substanzen überführt worden. Jeder beteuerte allerdings seine Unschuld.
FIFA-Präsident Sepp Blatter vermutet verschleierte Dopingpraktiken in einigen Profivereinen. Der Schweizer geht davon aus, dass gewisse Klubs einigen Spielern ohne deren Wissen verbotene Substanzen verabreichen. "Ich glaube deshalb den Spielern, wenn sie ihre Unschuld beteuern", sagte Blatter bei einer Pressekonferenz in Paramaribo, der Hauptstadt Surinams.
Sind Davids und de Boer Opfer?
"Die Spieler sollen nach einer Sperre nicht auf die FIFA sauer sein, sondern einen Blick auf ihre Vereine werfen", empfahl Blatter, der sich auf Fälle aus der jüngeren Vergangenheit bezog, aber keine Namen nannte. Prominenteste "Sünder" sind derzeit die holländischen Internationalen Edgar Davids (Juventus Turin) und Frank de Boer (FC Barcelona) sowie der Portugiese Fernando Couto (Lazio Rom), die des Nandrolon-Missbrauchs überführt wurden. Alle drei Spieler wurden gesperrt. Sie hatten jeweils argumentiert, dass die verbotene Substanz über Nahrungs-Ergänzungsmittel in ihre Körper gelangt sei.
