AKW Bohunice Slowakei schaltet 2008 ab

Die slowakische Regierung schließt das Atomkraftwerk Bohunice! Sie hat einem Vertrag mit der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) zugestimmt. Demnach stellt die EBRD 150 Millionen Euro (2,06 Mrd. S) als Kompensation für die Abschaltung von zwei Blöcken zur Verfügung.
Der "Fahrplan" für die Schließung des AKW Jaslovske Bohunice kann anlaufen: Der christdemokratische Justizminister Jan Carnogursky (KDH) legte zunächste Veto gegen den Beschluss ein. Der Koalitionsrat, der wenig später tagte, einigte sich dann aber doch darauf, die Abschaltung der beiden Blöcke weiter voranzutreiben.
Die Regierung von Ministerpräsident Mikulas Dzurinda hatte im Jahr 1999 die Entscheidung getroffen, die beiden Blöcke des AKW V-1 Jaslovske Bohunice 2006 und 2008 abzustellen.
Opposition gegen die Stilllegung
Carnogursky hatte mit der Wirtschaftlichkeit argumentiert und darauf hingewiesen, dass Bohunice in den nächsten zehn Jahren, für die eine Betriebsgenehmigung seitens der Atomaufsichtsbehörde vorliegt, Strom im Gegenwert von bis zu 100 Milliarden Kronen (31,4 Mrd. S) produzieren könnte.
Gegen die Stilllegung hatte sich in der Vorwoche auch der populärste slowakische Politiker, Robert Fico, ausgesprochen. Die Verpflichtung, die die Regierung 1999 eingegangen sei, sei für ihn nicht annehmbar. "Wenn wir nach den Parlamentswahlen 2002 Regierungsverantwortung übernehmen sollten, werden wir nicht die Verantwortung übernehmen für die unsinnige Entscheidung, die die derzeitige Regierung getroffen hat."
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