Oberlandesgericht reduzierte Strafen

Große Überraschung im Fall Sanikidse: Das Wiener Oberlandesgericht (OLG) hat am Donnerstag die Strafen für jene drei Männer deutlich herabgesetzt, die am 11. Juni 1996 den zwielichtigen georgischen Geschäftsmann David Sanikidse erschossen hatten.
Akhaki Javakhadse (27) und Georgi Oniani (27), dafür in zwei Rechtsgängen jeweils zu lebenslanger Haft verurteilt, müssen nach der nunmehr rechtskräftigen Entscheidung des Berufungssenats jeweils 20 Jahre absitzen.
Die Strafe für Schukri Burtschuladse (27), der seinen georgischen Landsleuten bei der Vorbereitung und Umsetzung der Tat geholfen hatte, wurde von 20 auf 15 Jahre reduziert. Der erste Prozess rund um den gewaltsamen Tod Sanikidses hatte wegen eines Formfehlers wiederholt werden müssen. Er ging im Februar 2001 mit demselben Ergebnis zu Ende wie die Erstauflage. Die von den Angeklagten dagegen eingebrachten Nichtigkeitsbeschwerden wurden im Juli vom Obersten Gerichtshof (OGH) in nichtöffentlicher Sitzung verworfen, so dass sich das OLG nur mehr mit der Straffrage zu beschäftigen hatte.
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