Und mehr Geld für Terrorbekämpfung

Nach den Terroranschlägen vom 11. September will sich die internationale Polizeibehörde Interpol mit neuen Strukturen verstärkt dem Kampf gegen den Terrorismus widmen. "Interpol wird nicht mehr die gleiche sein", sagte Generalsekretär Ronald Noble am Mittwoch in Budapest bei der 70. Generalversammlung der Behörde.
Die Anschläge in den USA hätten die Schwächen von Kommunikation, Einsatzstruktur und Ressourcen bei Interpol offengelegt, sagte Noble. "Wir müssen unsere Funktionsweise grundsätzlich überdenken." Dazu seien auch zusätzliche Finanzmittel nötig, sagte der Interpol-Chef weiter.
Am Montag hatte Interpol die Gründung einer Antiterror-Sondereinheit "11. September" in ihrem Hauptquartier in Lyon angekündigt. Polizeiliche Erkenntnisse sollen damit schneller zwischen Zentrale, Regionalbüros und der US-Bundespolizei FBI ausgetauscht werden können. In vielen der 179 Mitgliedstaaten gelte Interpol noch als zu langsam und sei mangelhaft ausgestattet, sagte Noble. Die schwersten Mängel will die Organisation mit einem Aktionsplan bis 2003 beheben. Dafür sollen auch private Spendenmittel eingesetzt werden.
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