Gebühr darf 1.000 S/Jahr nicht überschreiten

Seit 18. April sind die Besuche in Krankenhaus-Ambulanzen nicht mehr gratis. Deshalb werden jetzt die ersten Zahlscheine an die Ambulanz-Patienten verschickt - an insgesamt 330.000 Personen. Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger erwartet sich rund 108 Millionen Schilling (7,85 Mill. Euro) an Einnahmen für das Quartal von April bis Juni 2001.
Aus 1,7 Millionen gemeldeten Ambulanzbesuchen ergeben sich 644.000 Vorschreibungen an 332.000 Patienten. Für Wien wird die Gebietskrankenkasse in den nächsten Tagen 47.000 Vorschreibungen aussenden und erwartet daraus Einnahmen in der Höhe von 15,7 Millionen Schilling.
Die Tiroler Gebietskrankenkasse (TGKK) verschickt an 46.900 Patienten Vorschreibungen. Nach Angaben von Heinz Öhler, Direktor der TGKK, beträgt die Gesamtsumme der Einnahmen für das erste Quartal in Tirol 14,4 Millionen Schilling, meldet die Tiroler Tageszeitung (Dienstag-Ausgabe). "Mit dieser Summe haben wir eigentlich gerechnet", wird Öhler zitiert.
Die Gebühren belaufen sich auf 150 Schilling (bei ärztlicher Überweisung) bzw. 250 Schilling (ohne ärztliche Überweisung). Sie kann bei mehrmaligem Ambulanzbesuch auch öfter fällig werden, darf aber pro Versichertem 1.000 Schilling jährlich nicht übersteigen. Von der Gebühr ausgenommen sind Schwangere (in Verbindung mit Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen), mitversicherte Kinder, Rezeptgebühr-Befreite, Dialyse- und Krebspatienten sowie Blut- und Plasma-Spender. Daraus ergibt sich der große Unterschied zwischen der Zahl der gemeldeten Ambulanzbesuche und der Zahl der tatsächlichen Vorschreibungen.
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