Generalsekretär: "Tage der Schwerfälligkeit sind vorbei"

Interpol will sein Bürokraten-Image ablegen und seine riesige Datenbank in den Kampf gegen den internationalen Terrorismus einbringen. Das war das bestimmende Thema bei der Eröffnung der Jahreskonferenz der internationalen Polizeiorganisation am Montag in Budapest.
Der neue, amerikanische Generalsekretär Ronald Noble sagte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP, es habe eine Zeit gegeben, in der Interpol schwerfällig und langsam gewesen sei. "Diese Tage liegen hinter uns," erklärte er. Eine Neuorganisation, die vor einigen Monaten begonnen habe, werde Interpol befähigen, "einen 24-stündigen Dienst sieben Tage die Woche zu leisten, etwas, was es in seiner Geschichte noch nicht gegeben hat".
Noble wies aber auch darauf hin, dass die 179 Mitgliedstaaten ihre Mittel für seine Organisation erhöhen müssten, um einen effektiven Dienst zu gewährleisten. Insbesondere die USA und andere wohlhabende Länder müssten mehr tun. "Stellen Sie sich vor, dieser terroristische Akt (die Angriffe vom 11. September in den USA) wären passiert, weil Polizisten irgendwo in der Welt ihre Informationen nicht an ihre Kollegen im Zielland weitergeben konnten. Die reichsten Länder müssen verstehen, dass sie das Ziel sind - und nicht die armen Länder dieser Welt."
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