OGH prüft sieben Jahre Haft für Ex-FP-Politiker

Letzter Akt im Wirtschaftskrimi um den ehemaligen FP-Nationalratsabgeordneten Peter Rosenstingl und seinen Bruder, den Geflügelhändler Herbert "Hendl" Rosenstingl: Der Oberste Gerichtshof (OGH) entscheidet heute, Dienstag, in öffentlicher Sitzung über die Rechtsmittel, die das Brüderpaar sowie die weiteren in dieser komplizierten Causa in erster Instanz abgeurteilten Mittäter - darunter der frühere Chef der FPÖ Niederösterreich, Bernhard Gratzer, - eingebracht haben.
Der Ex-Politiker ist am 15. März 2000 wegen Untreue und gewerbsmäßigen schweren Betrugs zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Sein älterer Bruder - Ausgangs- und Mittelpunkt der Affäre - bekam achteinhalb Jahre Haft. Der frühere Politiker hatte im April 1998 mit seinem Verschwinden und dem Hinterlassen eines Millionen-Schilling-Lochs eine politische Bombe platzen lassen.
Anfang Juni 1998 konnte Peter Rosenstingl in Brasilien festgenommen werden. Bald danach wurde er ausgeliefert. Seither sitzt er in Wien in Haft, wo der herzkranke Ex-Abgeordnete mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat. Mehrere Enthaftungsanträge wurden allerdings abgelehnt.
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