Caritas sieht sich bestätigt

Der Wiener FP-Obmann Hilmar Kabas hat die Wiener SPÖ aufgefordert, mehr Inländer für die Krankenpflegerausbildung zu gewinnen. Damit reagierte er auf Aussagen von Gesundheitsstadträtin Elisabeth Pittermann und Integrationsstadträtin Renate Brauner, die wegen der geplanten Zuwanderungs-Beschränkungen vor einem "Pflegenotstand" gewarnt hatten.
"Die Wiener SPÖ soll keinen Pflegenotstand in unserer Stadt herbeireden, nur weil sie nicht länger auf Arbeitskräfte aus dem Ausland hoffen und vertrauen kann", kritisierte Kabas. Es entspreche dem klassischen SPÖ-Denkmuster, sämtliche Probleme am Arbeitsmarkt durch den Ruf nach Arbeitskräften aus dem Ausland lösen zu wollen. Kabas stellte auch ein Verbindung zur Wiener Jugendarbeitslosigkeit von über sieben Prozent her.
Caritas sieht sich bestätigt
Der Wiener Caritasdirektor Michael Landau sieht sich dagegen in seiner Sorge vor einem Mangel an Pflegekräften bestätigt.
Landau schloss sich dagegen der Warnung vor einem "Pflegenotstand" an. Die im Zuwanderungspaket der Bundesregierung vorgesehene Mindestverdienstgrenze von 26.000 Schilling brutto mache einen Neuzuzug ausländischer Pfleger unmöglich, gleichzeitig gebe es einen viel zu geringen Nachwuchs an österreichischen Pflegekräften. "Das trifft auch alle Seniorenhäuser der Caritas mit voller Härte," so der Wiener Caritas-Chef.
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