Montag, 24. September 2001

Forderungsübergabe für rund 60.000 Beschäftigte

Am Montag fiel der Startschuss für die KV-Runde für rund 60.000 Beschäftigte der Elektro- und Elektronikindustrie, die erstmals nicht gemeinsam mit der Metallindustrie verhandeln. Das Forderungspaket ohne detaillierte Prozentangaben wurde um 14.00 Uhr in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) überreicht.

Verhandlungstermine wurden für den 17. und den 24. Oktober festgesetzt. Für die Arbeitnehmer verhandelten Metaller-Chef Rudolf Nürnberger und Karl Proyer von der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA).

Die Elektroindustrie hat das Ausscheren aus der gemeinsamen Lohn- und Gehaltsrunde mit der Metallindustrie und den Industrieangestellten damit begründet, dass man sich bis jetzt noch nicht auf ein neues leistungsorientiertes Gehaltsschema einigen konnte. Gespräche über eine Reform der Gehaltsstruktur werden wie berichtet bereits seit November 1999 geführt. Den Arbeitgebern geht es in dieser Diskussion um ein Gehaltssystem, dass sich vom Senioritätsprinzip wie die Biennalsprünge verabschiedet.

Trotz getrennter Verhandlungen will die Gewerkschaft jedenfalls alles daran setzen, in der Elektroindustrie den selben Abschluss zu erzielen wie bei den Metallern.

Der Startschuss für die heurige Herbstlohnrunde ist am vergangenen Freitag gefallen. Nach der Übergabe des Forderungspaketes folgten mehrstündige Wirtschaftsgespräche, die von den wirtschaftlichen und politischen Ereignissen der vergangenen Wochen überschattet waren. Man war sich aber einig, so GPA und Metallergewerkschaft, dass die Arbeitnehmer gerade in diesen Zeiten Stabilität und Berechenbarkeit einfordern und kein Grund bestehe, eine positive Verhandlungstradition in Frage zu stellen.

24.9.2001 11:45