Freitag, 21. September 2001

Unsichere politische Lage kann Euro nicht stützen

Der Euro ist Freitag früh schwächer in den europäischen Handel gestartet und unter die Marke von 0,92 Dollar gerutscht. Bis gegen 9.10 Uhr MESZ notiert die Gemeinschaftswährung mit 0,9192 Dollar nach 0,9210 Dollar rund eine Stunde zuvor in Asien und nach 0,9276 im späten New Yorker Handel am Donnerstag.

Zum Yen notiert der US-Dollar mit 117,13 Yen nach 117,08 Yen in Asien und nach 116,19 Yen im späten New Yorker Geschäft. Zum britischen Pfund zeigt sich der Euro mit 0,6306 Pfund nach 0,6328 Pfund am Donnerstagnachmittag im europäischen Geschäft und zum Schweizer Franken mit 1,4684 Franken nach 1,4754. Die Feinunze Gold geht mit 290,00 Dollar in den Freitag nach einem Londoner Nachmittags-Fixing von 288,50 Dollar am Donnerstag.

Nach der Meinung eines Händlers kann der Euro derzeit nicht weiter von den sich eintrübenden US-Konjunkturaussichten profitieren. Auch die unsichere politische Lage könne den Euro zur Zeit nicht unterstützen. Sowohl US-Notenbankchef Alan Greenspan als auch die Europäische Zentralbank halten weitere Zinssenkungen für möglich. Nachdem die Unterstützung bei 0,9230/30 Dollar nicht gehalten werde konnte, sehen Händler den Euro erst wieder in dem Bereich 0,9175/66 Dollar und danach bei 0,9140 Dollar unterstützt. Als Widerstände werden nach wie vor die Marken bei 0,9265 und danach bei 0,9335 Dollar angegeben.

Großer Gewinner der aktuellen Situation sei der Schweizer Franken, der von einer "Safe-Haven"-Rolle profitiere, heißt es weiter. Im Falle einer Zuspitzung der politischen Situation, sollte sich dieser Trend fortsetzen, so ein Marktteilnehmer. Beim Yen sei eine weitere Aufwertung des Yen zum Dollar nur durch weitere Interventionen der Japanischen Notenbank zu verhindern. Die Unterstützung in dem Bereich 116,80/117,00 Yen gelte nach wie vor.

21.9.2001 09:48