GM zahlt 400 Millionen Dollar

Nach monatelangen Verhandlungen hat sich der größte US-Autokonzern General Motors (GM) mit den Gläubigern von Daewoo Motor auf die Bedingungen zur Übernahme des bankrotten Autobauers geeinigt. Beide Seiten unterzeichneten am Freitag in Seoul eine vorläufige Übereinkunft zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens zur Übernahme von vier Daewoo-Produktionsanlagen im In- und Ausland.
Für eine 67-Prozent-Beteiligung wollen GM und dessen Partner 400 Millionen Dollar (432 Mill. Euro/5,94 Mrd. S) zahlen. Die Gläubiger des überschuldeten Daewoo Motor werden demnach 197 Mio Dollar in bar für den restlichen Anteil von 33 Prozent einzahlen. Zusätzlich erhalten die Kreditgeber Vorzugsaktien des neu zu gründenden Unternehmens zum Nennwert von 1,2 Milliarden Dollar.
Die neue Gesellschaft werde auch 22 Verkaufs-Niederlassungen Daewoos im Ausland zusammen mit den Produktionsanlagen in Ägypten und Vietnam einbeziehen, hieß es. Die Unterzeichnung eines definitiven Kaufvertrags erwarteten beide Seiten bis zum Jahresende.
Daewoo wurde im November für zahlungsunfähig erklärt. Mit dem Kauf des koreanischen Autobauers will sich GM einen größeren Anteil in Asien und dem als schwierig geltenden südkoreanischen Markt verschaffen.

