Wirtschaftsaussichten in Japan verschlechtern sich

Die Aussichten für die japanische Wirtschaft haben sich nach Einschätzung der japanischen Notenbank weiter verschlechtert. "Die Anpassung der Wirtschaftsaktivitäten, beginnend mit dem Rückgang der Exporte, wird vermutlich langsam die Binnennachfrage negativ beeinflussen. Dies wird die momentanen Anpassungen weiter verlängern", teilte die Bank von Japan (BOJ) am Donnerstag mit. Der Nikkei ist indessen um 1,6% gefallen.
Das teilte die Bank von Japan in ihrem monatlichen Bericht für August mit, in dem sie ihren Wirtschaftsausblick im vierten Monat in Folge nach unten revidierte.
Die Anpassung der Wirtschaftsaktivitäten beschleunige sich weiter, was einen bedeutenden Rückgang der Exporte und der Produktion widerspiegele. Am Dienstag hatte die BOJ ihre bereits zuvor schon lockere Geldpolitik weiter gelockert und damit eine weltweite konzertierte Aktion der Notenbanken unterstützt, die Folgen der Anschläge auf die USA abzufedern.
Nikkei folgt Wall Street und fällt um 1,6 Prozent
Im Fahrwasser der schwachen Wall Street hat auch die asiatische Leitbörse in Tokio schwächer geschlossen. Der Nikkei für 225 führende Werte ging am Donnerstag mit 9785,16 Punkten aus dem Handel, 154,44 Punkte oder 1,6 Prozent weniger als am Vortag. Der breiter angelegte TOPIX fiel um 13,14 Punkte oder 1,3 Prozent auf 1024,92 Zähler.
Händlern zufolge sorgten sich viele Investoren um die Aussichten für die US-Wirtschaft, nachdem die Börsen in Amerika am Mittwoch am dritten Handelstag in Folge stark verloren haben. Erneut unter Verkaufsdruck gerieten Auto-Aktien wie Toyota und Mitsubishi. Für den Absatz der Autohersteller werden nach den Terroranschlägen in den USA kräftige Dämpfer befürchtet.

