SPEZIAL: WIRTSCHAFTSFOLGEN DER US-ATTENTATE

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14 Mrd. $ Schaden durch Einsturz
·Trotz Hilfen
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Dow Jones: -1,68% auf 8.235,81 Punkte. Nasdaq -3,25% auf 1.423,19 Punkte - Die US-Börse und andere internationale Aktienmärkte haben ihre Talfahrt nach der Terrorserie in den USA weiter beschleunigt. Nachdem die Börsen wegen der angeschlagenen Konjunkturlage vieler Volkswirtschaften bereits vor den Anschlägen stark gebeutelt wurden, fielen die Märkte nach der Katastrophe praktisch ins Bodenlose.
Auch die mit Höchstspannung erwartete Eröffnung der Wall Street am Montag brachte nicht die teilweise erhofften positiven Impulse. Die von einzelnen Bankern erwartete "Patriotismus-Rally" blieb aus, die US-Börsen stürzten zur Wiederaufnahme des Handels nach der Aussetzung in Folge der Terroranschläge kräftig ins Minus.
Dow Jones: Minus 14,6 Prozent im Wochenschnitt
Im Wochenvergleich lag der Dow Jones am Freitag gegen 18:00 Uhr MESZ bei einem Minus von 14,6 Prozent. Mit 8.204,19 Punkten war der US-Leitindex damit auf den tiefsten Stand seit 1998 gefallen. Der Tokioter Nikkei-225 fiel am Freitag auf 9.554,99 Punkte und weist damit ein Wochenminus von 4,5 Prozent auf. Auch an den europäischen Börsen ging die Talfahrt ungebremst weiter. Der deutsche DAX notierte um 18:00 Uhr mit 3.734,52 Punkten und büßte damit seit Freitag der Vorwoche 9,3 Prozent ein.
DAX: Minus 28 Prozent seit Ende August
Seit Ende August hat der DAX damit bereits rund 28 Prozent eingebüßt. Sollte eine Erholung bis Monatsende ausbleiben steuert das Börsenbarometer damit auf den größten Monatsverlust aller Zeiten zu. Den bisher größten monatlichen Verlust erlitt der DAX im Oktober 1987. In diesem Monat büßte der Index im Zug des internationalen Börsencrashs 21,52 Prozent an Wert ein.
Neben den Unsicherheiten um die Auswirkungen der Terrorserie auf die Unternehmensergebnisse und den Konjunkturausblick, hat der nach den Anschlägen enorm gestiegene Bedarf an liquiden Mitteln der betroffenen Versicherer die Talfahrt der Börsen Experten zufolge verschärft. Die Versicherer brauchen jetzt sehr viel Liquidität und haben in großem Umfang Aktien verkauft, führt Erste Bank-Analyst Martin Herndlbauer aus.
Stabilisierung vielleicht nächste Woche
Die Analyseabteilung der Erste Bank erwartet jedoch eine Stabilisierung der Börsen in der nächsten Woche. Die technischen Indikatoren weisen derzeit eine extreme Überreaktion des Marktes aus, gibt sich Herndlbauer vorsichtig optimistisch. Die Unternehmensnachrichten werden zwar in der kommenden Woche in dem Krisenumfeld kaum positiv sein, es sei aber schon viel Negatives im Markt eingepreist.
Eine Fortsetzung der Talfahrt im derzeitigen Tempo sei daher kaum vorstellbar. Ein etwaiger US-Gegenschlag könnte nach Expertenmeinung sogar zu einer Erholung der Märkte führen. Im Rahmen des Golf-Kriegs habe man gesehen, dass die Aktien positiv auf den Beginn des US-Angriffs reagiert hatten, so Herndlbauer. Auch jetzt wären mit einem Gegenschlag viele Unsicherheiten aus dem Markt, da sich die Lage dann besser einschätzen lasse. In weiterer Folge hänge die Richtung der Märkte stark vom Verhalten der US-Verbraucher ab.

