Engagement soll vor Liberalisierung verstärkt werden

Die nach eigenen Angaben drittgrößte deutsche Energiegesellschaft Energie Baden Württemberg (EnBW) hat am Mittwoch den Einstieg bei der österreichischen Verbundgesellschaft offiziell bestätigt. Wie eine Sprecherin erklärte, hat sich die EnBW mit 6,33 Prozent am Verbund beteiligt.
Damit wolle das Engagement in Österreich vor allem in Hinblick auf die Vollliberalisierung des österreichischen Strommarkets ab 1. Oktober weiter verstärken, so die Sprecherin.
Die EnBW gilt als verlängerter Arm des französischen Stromriesen Electricite de France (EdF). Diese ist gemeinsam mit dem Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW) mittlerweile Hauptaktionär des Unternehmens. Beide halten zur Zeit 34,5 Prozent. 1,46 Prozent befinden sich im Streubesitz, 2,5 Prozent im Eigenbesitz. Der Rest verteilt sich auf kleiner deutsche Landesenergieversorger und auf Gemeinden.
EnBW Energie Baden-Württemberg ist 1997 aus der Fusion der Badenwerk AG und Energie-Versorgung Schwaben AG entstand. Europaweit arbeiten 27.327 Mitarbeiter für den Konzern. Im Bereich Energie hat der Konzern im Jahr 2000 rund 9 Mrd. DM (4,60 Mrd. Euro/63,3 Mrd. S) umgesetzt, weiter 500 Mill. DM kamen aus dem Bereich Entsorgung und rund 1,9 Mrd. S aus dem Bereich Industrie und Services.
In Österreich ist die EnBW bereits seit 1999 über eine Tochter EnBW Austria vertreten. Mittlerweile hat das Unternehmen hier zu Lande rund 50 Mitarbeiter. Prominente EnBW-Stromkunden in Österreich sind die ÖBB, die Handelskette Adeg, der Pharma-Großhändler Herba Chemosan oder die Tankstellenkette Aral. Für heuer erwartet der Kreditschutzverband von 1870 (KSV) für die EnBW Austria einen Umsatz von 65 bis 68 Mill. S.

