Dienstag, 18. September 2001

Kosten auf "einige 10 Mill. S" geschätzt

Das Ende der Marke max.mobil ist besiegelt. Schon bis "spätestens Ende kommenden Jahres" soll auch die österreichische Mobilfunktochter der Deutschen Telekom "T-Mobile" heißen. Dies bestätigte max.mobil-Geschäftsführer Friedrich Radinger, der seit kurzem auch für die internationale Markenstrategie im T-Mobile-Konzern zuständig ist, am Dienstag vor Journalisten.

Die Produktentwicklung wird laut Radinger "einige 10 Mill. S" kosten - ein Aufwand, den max.mobil vermutlich selbst tragen wird. "Die internationale Vereinheitlichung der Marke im Konzern ist eine partnerschaftliche Aktion. Jeder Partner wird seinen Beitrag dazu leisten", so Radinger.

Wert legte der max.mobil-Geschäftsführer aber darauf, dass diese Aktion nicht von der deutschen Mutter verordnet worden sei. "Wir bestimmen den Prozess aktiv mit", sagte Radinger weiter. Der Wettbewerb werde aber in den nächsten Jahren viel internationaler. Dem müsse man mit einer internationalen Marke Rechnung tragen, um auch für den Kunden die Vorteile eines Netzbetreibers mit internationalem Background zu unterstreichen.

Dennoch: Für den Vorsitzenden der max.mobil-Geschäftsführung, Georg Pölzl, ist die Trennung von der Marke max.mobil doch mit einem "leichten Abschiedsschmerz" verbunden. "Dass wir an der Marke max.mobil hängen, ist keine Frage." Schließlich habe man die Marke in Österreich sehr gut aufgebaut, meinte Pölzl zur APA. Wie hoch der Markenwert von "max.mobil" derzeit liege, wollte Pölzl nicht beziffern. Darüber würden sich Experten die Köpfe zerbrechen. Man werde aber T-Mobile "genauso stark positionieren". Grundsätzlich komme es nicht auf den Namen an, sondern wofür die Marke stehe, meint Pölzl.

Ein kleiner Teil von max.mobil soll aber auch nach der Einführung von T-Mobile am österreichischen Markt bestehen bleiben. Das erfolgreich positionierte Kundenbindungsprogramm "Mäxchen" beispielsweise werde voraussichtlich auch nach der Umstellung bestehen bleiben. Welche weitere Teile von max.mobil in die neue Markenstrategie eingebracht würden, werde derzeit noch erarbeitet, so Radinger.

18.9.2001 12:51