Montag, 17. September 2001

Furcht vor möglicher Lieferunterbrechung

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) will den Ölpreis nach den Terroranschlägen in den USA in einer Spanne von 22 bis 28 US-Dollar pro Barrel stabil halten. Alle OPEC-Länder hätten sich verpflichtet, auf Ölpreis-Steigerungen mit einer Erhöhung der Fördermenge zu reagieren, sagte der indonesische Energie- und Erdölminister, Purnomo Yusgiantoro, am Montag in Djakarta.

Die OPEC werde handeln, falls der Preis über die angestrebte Spanne steigen sollte.

Nach den Anschlägen auf das World Trade Center in New York und das US-Verteidigungsministerium sowie auf Grund erwarteter Gegenschläge der USA waren die Preise für verschiedene Ölsorten stark angestiegen. Für Novemberlieferungen der Nordsee-Sorte Brent waren am Freitag zuletzt 29,49 Dollar pro Barrel gezahlt worden. An der US-Rohstoffbörse Nymex, die am Freitag erstmals seit den Anschlägen am Dienstag für drei Stunden öffnete, stiegen die Preise um 1,99 Dollar auf 29,76 Dollar an. Händler verwiesen auf die Furcht vor einer möglichen Lieferunterbrechung nach Militärschlägen der USA im Nahen Osten.

17.9.2001 11:14